Einen schon mehrfach erprobten Programmpunkt bot das Kinderferienprogramm auch in diesem Jahr an. Katja Franke sorgte beim Thema „Keine Angst vorm großen Hund“ für eine Begegnung zwischen Kindern und Vierbeinern.

Mitgebracht hatte die Sozialpädagogin Helene Stöhr, Helga Missfelder-Faller und Alexander Hermann von der Rettungshundestaffel Löffingen, die drei Mischlingshunde, einen Schwarzen Deutschen Schäferhund, eine Westsibirische Laika und einen Labrador, mitbrachten.

Die Wanderung an den Großhausberg musste ausfallen, da heftiges Regenwetter einsetzte. Daher wurde die Begegnung von Mensch und Tier in der Halle des Kindergartens Maria Goretti abgehalten. Katja Franke ging behutsam an die Sache heran, denn manches Kind hatte großen Respekt vor den Vierbeinern.

Zunächst wurde das problemlose Verhalten gegenüber Hunden erläutert. Die Mädchen und Jungen bildeten zusammen mit ihren Betreuern einen Kreis, wobei sich die Kinder ruhig und gelassen verhalten, die Hände nach unten hängen lassen und den Körper gestreckt halten sollten. Selbst beim Spielen setzen Hunde ihre 42 Zähne ein und wenn ein solches Tier auf ein Kind zugeht, solle es still stehen und sich nicht bewegen.

Die kleinen Teilnehmer mussten angesichts der veränderten Situation „Wald spielen“, worauf die Hunde im Tann hin und her wanderten – erst an der Leine, dann frei laufend. Die meisten Kinder waren standhaft, manche reagierten zaghaft; aber mit der Zeit wuchs das Zutrauen. Bei mehreren Aktionen wurden die angelernten Fähigkeiten der Hunde gezeigt. Da mussten sie durch einen Tunnel“ laufen, sich bei Boden- und Sprunghindernissen bewähren, auf einer Wippe jonglieren, auf Bänken balancieren oder auf Leitern klettern. Mensch und Tier vertrauten einander immer mehr. Die Kinder konnten problemlos die Hunde streicheln und füttern, und für die Tiere war es auch eine Lehrstunde. Sie begriffen den Umgang mit Kindern.

Ein diszipliniertes Verhalten der Hunde sei für die Rettungshundestaffel äußerst wichtig, erfuhren die Mädchen und Jungen. Ein Rettungshund muss vieles beherrschen, darunter praktischen Gehorsam, Flächen- und Trümmerprüfungen sowie die Spurensuche. Die Rettungshunde waren schon bei Großeinsätzen dabei, suchten Menschen in Freiburg und im Gebiet Titisee. Oft ist unwegsames Gelände eine Herausforderung, daher ist gezieltes Training vonnöten.