Mit einer kleinen Feierstunde wurde der neue Betriebshof der Technischen Dienste der Stadt Furtwangen durch Bürgermeister Josef Herdner offiziell seiner Bestimmung übergeben und anschließend auch offiziell eingeweiht. Der neue Betriebshof der Technischen Dienste, allgemein als Bauhof bezeichnet, verfügt dank der Hanglage über zwei große Fahrzeughallen übereinander. In der oberen Halle fand die Einweihungsfeier statt, die durch die Stadtkapelle Furtwangen musikalisch eröffnet wurde.

Die Stadtkapelle Furtwangen unter der Leitung von Timo Hieske umrahmt die Einweihung des neuen Bauhof musikalisch und spielte anschließend noch zum Tag der offenen Tür auf.
Die Stadtkapelle Furtwangen unter der Leitung von Timo Hieske umrahmt die Einweihung des neuen Bauhof musikalisch und spielte anschließend noch zum Tag der offenen Tür auf. | Bild: Stefan Heimpel

Bürgermeister Josef Herdner würdigte den erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten. Er begrüßte zu der Feier unter anderem die Landtagsabgeordneten Martina Braun (Grüne) und Karl Rombach (CDU) und seine Bürgermeister-Kollegen Lisa Wolber (Gütenbach) und Robert Strumberger (Vöhrenbach). Herdner rief in Erinnerung, dass die kommunalen Bauhöfe in früheren Jahren bei Weitem nicht optimal untergebracht waren, und dies gelte nicht nur für Furtwangen.

Verschiedene Standorte geprüft

Er erinnerte an die verschiedenen Standorte, beginnend in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Metzgerei hinter dem Rathaus. Doch im Lauf der Jahre seien die Anforderungen an Arbeitsplatz, Qualifikation der Mitarbeiter, Ausrüstung und eben auch die Betriebsstätte ständig gestiegen. Er sei überzeugt, dass mit der Einweihung des neuen Betriebsgebäudes auch die Frage des Standortes für Furtwangen endgültig geklärt sei. Es habe allerdings einige Zeit gedauert, bis man nach einer Prüfung von zehn verschiedenen Möglichkeiten, den aus heutiger Sicht idealen Standort gefunden habe. Ein Dank galt hier ganz besonders dem Gemeinderat der vorigen Wahlperiode, der mit vielen konstruktiven und sachlichen Diskussionen zu diesem Ergebnis beigetragen habe.

Dank an Bauhofmitarbeiter

Ein großer Dank galt aber auch den Mitarbeitern der Technischen Dienste, die täglich bei Wind und Wetter wichtige Arbeiten für die Stadt Furtwangen und die Bevölkerung erbringen. Die Schlussrechnung für das Gebäude liege zwar noch nicht vor, man rechne aber mit maximal zehn Prozent Überschreitung der kalkulierten Summe von 4,2 Millionen Euro. Dies obwohl des unerwartet großen Bodenaustauschs des moorigen Untergrundes und des zusätzlich eingerichteten Regenrückhaltesystems.

Fünf Meter Torfschicht wurden ausgetauscht

Ein großer Dank galt auch dem planenden Ingenieur Bernd Sättele, der mit einigen Zahlenspielen auf die Bauarbeiten zurückblickte. Zu diesen Zahlen gehörten null Unfälle, fünf Meter Torfschicht, die ausgetauscht werden mussten, und 22 verschiedene Gewerke, von denen 18 an regionale Firmen vergeben wurden. 150 Kubikmeter Fassungsvermögen hat das Regenrückhaltebecken, 250 Kubikmeter Bauholz wurden verarbeitet und 3000 Meter Heizungsrohre verlegt.

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Die letzte Zahl, 6800 Gramm, kennzeichnete schließlich das Gewicht des großen symbolischen Schlüssels, den er gemeinsam mit Bürgermeister Herdner an den Betriebsleiter der Technischen Dienste, Norbert Wiehl, überreichte.

Martina Braun vermisst Fotovoltaik-Anlage

In einem Grußwort betonte Martina Braun die große Leistung des Bauhofes und seiner Mitarbeiter mit Norbert Wiehl, die nun ein gutes Arbeitsumfeld hätten. Allerdings mahnte sie als Grünen-Politikerin bei der idealen Südlage des Daches eine Fotovoltaik-Anlage an, da Furtwangen mit Sonne sehr gut versorgt sei.

Die Vertreter der drei Furtwanger Kirchengemeinden, Pfarrer Joachim Sohn (von links), Pfarrer Lutz Bauer und Hochschulseelsorger Michael Schlegel, segnen das neue Gebäude.
Die Vertreter der drei Furtwanger Kirchengemeinden, Pfarrer Joachim Sohn (von links), Pfarrer Lutz Bauer und Hochschulseelsorger Michael Schlegel, segnen das neue Gebäude. | Bild: Stefan Heimpel

Der Landtagsabgeordnete Karl Rombach zeigte sich beeindruckt über diesen Bau, der trotz der aktuellen Konjunktur die Baukosten nur unwesentlich überschreitet und wünschte den Mitarbeitern für ihre Arbeit künftig auch Gottes Segen. Und diesen erbaten auch als Vertreter der Kirchengemeinden Pfarrer Lutz Bauer (evangelische Kirche), Pfarrer Joachim Sohn (Altkatholiken) und Hochschulseelsorger Michael Schlegel (katholische Kirche). Auch sie betonten die große Leistung der Mitarbeiter für die ganze Stadt und erbaten nun für dieses neue Gebäude den Segen Gottes.

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