Furtwangen – Ganz besondere Gäste konnte Direktor Eduard Saluz im Deutschen Uhrenmuseum begrüßen. Die Worshipful Company of Clockmakers, übersetzt ehrwürdige Zunft der Uhrmacher, aus London weilte einen ganzen Tag im Museum und zeigte sich begeistert von der Sammlung und ihrem Aufbau.

Dieser Besuch dieser ältesten Uhrmacher-Vereinigung der Welt und damit ganz besonderen Gesellschaft von Fachleuten war, so Saluz, für das Uhrenmuseum fast so etwas wie ein großer Staatsbesuch.

Johannes Graf führt die englischen Uhrmacher durch die Ausstellung.
Johannes Graf führt die englischen Uhrmacher durch die Ausstellung. | Bild: Heimpel

Grundlage für diese Visite war eine besondere Ehre, die Professor Saluz zuteil geworden war: Er war eingeladen worden, bei den jährlichen durch eine Stiftung organisierten Vorlesungen im British Museum of London zum Thema Uhren das Furtwanger Uhrenmuseum und seine Intention vorzustellen.

Daraufhin zeigte die Londoner Uhrmacher-Vereinigung großes Interesse, das Museum einmal selbst kennenzulernen. Für drei Tage kamen die Uhrmacher jetzt nach Straßburg, einen ganzen Tag verbrachten sie dabei im Furtwanger Museum. Sie zeigten sich erstaunt, ein solch hochkarätiges Museum „in der Provinz“ vorzufinden.

Begeistert waren sie von der Art der Präsentation im Museum, die sich nicht auf die Technik beschränkt, sondern das ganze Thema Uhren im zeitgeschichtlichen Kontext darstellt. Ebenso riefen natürlich auch die hochwertigen Ausstellungsstücke wie die astronomische Uhr von Pater Rinderle riesige Begeisterung hervor.

Die Londoner Uhrmacher als Besitzer des ältesten Uhrenmuseums der Welt konnten dies natürlich auch sehr gut einschätzen. Sehr gut verstanden sie auch die Tatsache, dass dieses Uhrenmuseum an einem Ort mit sehr langer und wichtiger Uhren-Tradition steht.

Nach umfangreichen Führungen und Erläuterungen zum Museum und zu aktuellen Projekten fuhren die Besucher am Abend beeindruckt und begeistert zurück nach Straßburg – natürlich erst nach einer Tasse Tee.