Einstimmig und ohne Diskussion genehmigte der Schönenbacher Ortschaftsrat den Bau eines Einfamilienhauses mit Bürotrakt. Damit geht eine wesentliche Veränderung des Ortsbildes einher: Denn für das Vorhaben wird der Hofbauernhof abgerissen. Deshalb musste wegen Befangenheit Ortschaftsrat Manuel Dufner während dieser Beratungen bei den Zuhörern Platz nehmen.

Ortsvorsteher Hansjörg Hall erläuterte, dass bereits ein Gespräch mit der Baurechtsbehörde vor Ort stattgefunden habe, die keine Probleme sehe. Ein negativer Entscheid beispielsweise im Ortschaftsrat hätte damit keine echte Bedeutung mehr. Allerdings machte Anja Siedle deutlich: „Dies bedeutet einen großen Einschnitt für Schönenbach.“ Doch habe man natürlich Verständnis, wenn sich eine Sanierung des großen Hofgebäudes nicht lohne und das Gebäude nur noch zu etwa einem Fünftel genutzt werde, so Ortsvorsteher Hansjörg Hall. Er machte aber ebenso deutlich, dass eigentlich jeder diese Veränderung bedauere. Ähnlich sei die Stimmung im Gemeinderat, so Stadtrat Wolfgang Kern.

Hansjörg Hall erinnerte im Blick auf die Chronik daran, dass dieser Hof 1807 von Michael Dufner erbaut worden war. Allerdings wird dieser Bauernhof noch nicht ganz schnell verschwinden, denn der Rückbau und der Neubau des Einfamilienhauses seien erst für 2019 geplant, sagte Manuel Duffner. Auch das neue Gebäude werde, so Hansjörg Hall, in dieser exponierten Lage am Ortseingang von Schönenbach ein gutes Bild abgeben.

Keine Erneuerung der Brücke über die Breg

Die Erneuerung einer Brücke über die Breg im Rahmen des BZ-Verfahrens stand im Mittelpunkt einer Bürger-Anfrage. Diese Erneuerung ist nun von der Teilnehmergemeinschaft abgelehnt und aus der Liste der notwendigen Maßnahmen gestrichen worden, so Ortsvorsteher Hall. Grund dafür ist die Ablehnung eines Anliegers, der den mit der Brücke verbundenen Verkehr auf die andere Seite der Breg nicht bei seinem Anwesen wünscht.

Sowohl der Besitzer der Brücke als auch die Teilnehmergemeinschaft hatten für die Sanierung plädiert. Hall erläuterte, dass bereits die Planungskosten für die neue Brücke zu 100 Prozent vom Land übernommen worden waren. Und auch die Baumaßnahme selbst wäre über das BZ-Verfahren zum größten Teil vom Land finanziert worden.

Aus den Reihen der Zuhörer wurde dabei kritisch angemerkt, das nun vermehrt auch größere Fahrzeuge, beispielsweise landwirtschaftliche Ladewagen, oder auch Autos den Bahndamm nutzen müssen, nachdem die Brücke nicht zur Verfügung steht. Nicht zuletzt könne dies zu Engpässen führen beispielsweise beim Begegnungsverkehr solcher großer Fahrzeuge mit Fahrrädern.

Die entsprechende Baumaßnahme wäre aber nur möglich gewesen, so Hansjörg Hall, wenn alle Betroffenen zugestimmt hätten.

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