Nach gut einem halben Jahr sind sie nun aufgebraucht, die Roten Dosen des Roten Kreuzes, die den Rettungskräften im Notfall rasch Auskunft über die eigenen Patienten-Daten geben sollen. Daher hat sich die Bürgerstiftung Furtwangen dazu entschlossen, für weiteren Nachschub zu sorgen.

Zur Erinnerung: In den kleinen roten Plastikdosen, die im Kühlschrank aufbewahrt werden sollen, befindet sich ein Blatt, auf dem Gesundheitsdaten, Unverträglichkeiten, Medikamente, Hausarzt, Pflegekräfte, Angehörigenkontakte, aber auch Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht eingetragen werden. Aufbewahrt werden die Dosen an einem ungewöhnlichen Ort, nämlich im Kühlschrank.

Dahinter steckt die Überlegung, dass jeder Haushalt über einen Kühlschrank verfügen dürfte. Wichtig für die Rettungskräfte ist, dass es stets der gleiche Ort ist, an dem die Informationsblätter aufbewahrt werden. Damit entfällt im Notfall ein längeres Suchen oder nachträgliches Erfragen der Daten.

Auch die Betroffenen selbst sind in Notsituationen oft nicht in der Lage, Fragen der Rettungskräfte präzise zu beantworten. Sind auch keine Angehörigen vor Ort, dann ist es für die Rettungskräfte noch schwieriger, wichtige Informationen, etwa über Medikamente oder Unverträglichkeiten, rasch zu erhalten. Für die Rettungskräfte gibt ein Aufkleber auf der Innenseite der Haus- oder Wohnungstüre den Hinweis darauf, dass der Patient über eine Rote Dose verfügt. Einen weiteren Aufkleber gibt es noch einmal an der Kühlschranktür. Die Aufkleber befinden sich ebenfalls in der Roten Dose. Die Nutzer müssen dann nur noch das Datenblatt ausfüllen und gegebenenfalls aktualisieren. Und die Rettungskräfte wissen sofort, wo sie die wichtigen Informationen erhalten können.

Im Frühjahr hatte sich die Bürgerstiftung in Zusammenarbeit mit dem örtlichen DRK dazu entschlossen, die Roten Dosen über die hiesigen Apotheken zu verteilen, wobei die Bürgerstiftung die Unkosten für die 300 Dosen übernommen hatte. Auch die jetzt wieder verfügbaren Dosen werden gratis in den Apotheken abgegeben. Eine Spende nimmt die Bürgerstiftung gerne entgegen. Fritz Funke, Vorsitzender der Bürgerstiftung, dankt auch den Furtwanger Apotheken für ihre Mitarbeit bei der Aktion.