Ein Großereignis war der Neujahrsempfang der Sparkasse in der Festhalle. Richtungsweisende Ansprachen, ein Fachreferat, Roboter-Lady Nova Pepper, kultivierte Musik, Bewirtung und Unterhaltung prägten den Mittwochabend in der hübsch geschmückten Festhalle.

Qualitätsvolle Musik

Das Trio Jessica Kienzler (Querflöte), Kim Schrenk (Klarinette) und Julian Henger (Fagott) von der Jugendmusikschule unter den Fittichen von Elias Zuckschwert bot zum Auftakt eine reife Wiedergabe eines „Allegro brillante“ des Haydn-Schülers Ignaz Pleyel und sorgte mit Werken des Kanadiers Bill Douglas und des Franzosen Charles Koechlin für qualitätsvolle Musik.

Bankgeschäft wächst

Persönliche und Glückwünsche der Sparkasse mit ihrem Vorstand und den Mitarbeitern übermittelte Vorstandsmitglied Bernhard Stiefel dem Auditorium und begrüßte besonders den Referenten Michael Hoyer, die Bürgermeister Josef Herdner und Lisa Wolber sowie Dekan Joachim Sohn. Er appellierte an die politisch Verantwortlichen, die Jugendmusikschule zu unterstützen. Stiefel postulierte, die Sparkasse werde auch künftig ein guter, stabiler, sicherer und verlässlicher Partner in der Region bleiben. Die Sparkasse wachse besonders in den Bereichen gewerbliches Kreditgeschäft, bei privaten Wohnbaukrediten, im Girobestand und im Jugendmarkt. Wandel sei nötig unter Berücksichtigung von Maß und Ziel und der Strategie „stationärer Vertrieb und digitale Leistungsfähigkeit“.

Auch künftig Beratung vor Ort

Stiefel beschrieb den Wandel vom in die Neuzeit immigrierten Menschen zur digital-nativen Generation des Internets, vom Stenografie-Schreiben zum Handy mit Nutzungsfinessen. Analoge Beratung werde es auch künftig geben, Negativzins sei kein Thema und die digitale Herausforderung werde man annehmen. In dem Zusammenhang stellte er die Dame Nova Pepper vor, ein Roboter mit Kommunikationswert, der ein Raunen im Publikum auslöste. Stiefel lud zum „Digitalcheck“ ein und betonte die qualifizierten Kenntnisse der über 600 Mitarbeiter, von denen rund zehn Prozent in Ausbildung seien. Die virtuelle Welt verspreche daneben ein schnelles Agieren. Beibehalten würden Vereinswettbewerbe und anderes, in die rund eine Million Euro investiert wurden.

Musik bietet ein Bläsertrio, im Bild (von links) Jessica Kienzler, Kim Schrenk und Julian Henger, mit Werken von Pleyel, Douglas und Koechlin.
Musik bietet ein Bläsertrio, im Bild (von links) Jessica Kienzler, Kim Schrenk und Julian Henger, mit Werken von Pleyel, Douglas und Koechlin. | Bild: Siegfried Kouba

Unglaubliche Dynamik

Ganz unter dem Eindruck des Vortrags von Medienprofessor Michael Hoyer stand Bürgermeister Josef Herdner. Auch er werde sich des Themas Kommunikation im digitalen Zeitalter annehmen. Sprachlicher Informationsaustausch in einer komplexen Welt müsse aufgegriffen werden. Ein von ihm kürzlich ins Internet gestellter Videostreifen rief eine Menge Klicks hervor, sei Beweis für unglaubliche Dynamik. Mit Blick auf Nova Pepper sah er visionär mit Augenzwinkern neue Rathausmitarbeiter. Man werde in der Verwaltung organisatorische Untersuchungen angehen. Wegen enormer Investitionen, gerade bei der Sanierung des OHG, kamen Mitarbeiterinnen auf die Formel „Wir bauen Zukunft“. Trotz Millionenbeträgen werde investiert – „aber wir gestalten Zukunft und haben keine Angst davor“.

Herdner als Symboldeuter

Anhand einer Weihnachtskarte deutete Herdner Symbole als Information und Klarheit, stützende Begleiter, gute Partner, Handlungsinitiativen, richtungsweisende Sterne, Klimmen zur Spitze, Bodenständigkeit und Menschennähe, wie sie die Sparkasse demonstriere.

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