Zu drastischen Einschnitten kommt es in den nächsten Wochen bei den katholischen Pfarrgemeinden in der Seelsorgeeinheit Oberes Bregtal. Nach Beratungen von Pfarrgemeinderat, Dekanat und Erzdiözese entfallen in nächster Zeit in der Seelsorgeeinheit sämtliche Veranstaltungen und Gottesdienste. Selbst die Feier der Osterliturgie ist fraglich, ebenso wie die Feier der Erstkommunion am Weißen Sonntag. Die Kirchengemeinden in der Erzdiözese reagieren damit auf die Corona-Pandemie.

Letzte Messfeiern

Am gestrigen Sonntag fanden noch einmal in Vöhrenbach, Neukirch und Furtwangen Messfeiern mit Pfarrer Martin Schäuble statt. In diesen Gottesdiensten gab Schäuble dann auch die in Absprache mit Diözese und Dekanat und auch mit dem Gesundheitsamt gefällten Entscheidungen bekannt. Diese Sonntagsgottesdienste waren für einige Zeit die letzten Messfeiern. Um die weitere Ausbreitung dieser schweren Virus-Krankheit zumindest zu verlangsamen, müssen allen größeren Menschen-Ansammlungen vermieden werden, dazu gehören eben auch die Gottesdienste.

Verzicht auf Sakramente und Eucharistie

Das bedeute für die Gläubigen eine ganz besondere Art des Fastens, nämlich den Verzicht auf die Sakramente und vor allem die Eucharistie. Aber dies betrifft natürlich nicht nur die Gottesdienste, sondern alle Veranstaltungen in den verschiedenen Pfarrgemeinden. Das beginnt bei den Veranstaltungen des Bildungswerkes oder bei der Schließung der Pfarrbibliothek. Nicht stattfinden können auch die Fastensuppe in den Pfarrgemeinden oder die Wallfahrt auf den Lindenberg.

Keine Chorproben mehr

Abgesagt sind aber auch die Elternabende für die Erstkommunion oder die Beichtvorbereitung im Lauf dieser Woche. Auch andere Gruppierungen werden ihre Tätigkeit einstellen, so gibt es keine Proben mehr beim Kirchenchor Vöhrenbach oder beim Chorisma-Chor in Furtwangen. Nicht zuletzt wies Pfarrer Schäuble darauf hin, dass er durch seine Vorerkrankung selbst zu einer Risikogruppe gehöre und sich daher ganz besonders vor dem Virus schützen sollte.

Keine Messfeiern für Tote

Geschlossen werden sollen auch die Pfarrbüros, so Dekan Josef Fischer. Das meiste ließe sich jederzeit auch über das Telefon regeln. Er selbst, so Pfarrer Schäuble, werde zu den gewohnten Zeiten im Pfarrhaus telefonisch ansprechbar sein. Unter anderem müsse man aber beispielsweise bei einem Todesfall auf die gemeinsame Messfeier verzichten.

Massive Auswirkungen hat diese Entwicklung auch auf die Pfarrgemeinderatswahl, die am kommenden Sonntag, 22. März, stattfindet. Es wird hier in der ganzen Diözese keine Präsenzwahl in einem Wahllokal geben. Eine Stimmabgabe ist nur über das Internet oder mit der Briefwahl möglich.

Weißer Sonntag nach den Sommerferien

In dieser Woche wird nun sowohl im Ordinariat wie auch in Dekanat und Seelsorgeeinheit entschieden, wie es dann mit den Oster-Gottesdiensten weitergehen wird und mit der Feier des Weißen Sonntags: „Ich will nicht Schwarzmalen, aber es besteht durchaus die Möglichkeit, dass wir die Ostergottesdienste aussetzen müssen und auch der Weiße Sonntag auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden muss.“ Dekan Josef Fischer rechnet hier mit einer Verlegung auf einen Termin nach den Sommerferien.

Alle weiteren Entscheidungen würden wieder rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben werden.

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