Ein Konzert bot das Kammerorchester St. Georgen aus Laien und Profis mit sicher führender Konzertmeisterin und angenehmer Bratschen-Gruppe in der Stadtpfarrkirche St. Cyriak zugunsten des Bregtäler Kinderfonds.

Lions engagieren sich

Das Konzert wurde durch den Lions Club Triberg Schwarzwald veranstaltet. Sein Präsident Robert Hönl stellte Lions mit weltweit 1,4 Millionen Mitgliedern und seinen Themen Jugend und Gesundheit vor und verwies auf viele regionale Arbeit, um Not zu lindern und Menschen zu helfen.

So hilft der Kinderfonds

Vor Ort werde der Bregtäler Kinderfonds als Teil des Deutschen Kinderschutzbundes, der auf Spenden angewiesen ist, unterstützt. Geholfen werde ohne großen Formalismus, wenn es beispielsweise darum geht, bei Ausflügen minder bemittelten Schülern unter die Arme zu greifen.

Differenziertes Konzertprogramm

Der gefasst dirigierende und mit freundlicher Ausstrahlung erscheinende musikalische Leiter Reinhard Ziegler hatte ein differenziertes Programm zusammengestellt. Romantik wurde mit Edward Elgars Serenade op. 20 geboten, eine Erinnerung an mittelalterliche, ritterliche Tugenden des „Pomp-and-Circumstance“-Komponisten. Programmatisch ausdrucksvoll reihten sich die drei Sätze Allegro piacevole, Larghetto und Allegretto aneinander, um die ursprüngliche Bedeutung von pastoralem Spring-Song, elegischen Gefühlen und heiterem Finale umzusetzen.

Orchestrale Ausdrucksformen

Nostalgische Ahnungen verband auch Ottorino Respighi mit seinen „Antiche danze ed arie per liuto“ in drei Suiten, von denen die Nr. 3 des Jahres 1932 erklang. Der Italiener transformierte Lauten-Musik des 16. und 17. Jahrhunderts in verblüffende orchestrale Ausdrucksformen mit viel Kolorit. Die Introduzione entführte in mediterrane Renaissance, gefolgt von einer höfischen Weise, die von einer weihnachtlich anmutenden Siciliana abgelöst wurde und mit einer lebhaften, bei satter Grundlage von Celli und Kontrabass ausgestatteten Passacaglia beschlossen wurde.

Friedlich-harmonische Seelenansprache

Entspannung vermittelte daneben das „Lyrische Andante“ von Max Reger. Friedlich-harmonische Seelensprache, intensiver Solo-Cello-Klang und duftig bewegte Con-sordino-Impression sandten einen Liebesgruß an das Publikum.

Bachs „Kunst der Fuge“ erklingt

Eine Herausforderung an Interpreten und Zuhörer ist Bachs „Kunst der Fuge“. Sie beweist Genialität, Ideenreichtum, technische Meisterschaft und höchste Satzperfektion des Thomaskantors, um sich in klarer, direkter Musiksprache zu artikulieren oder verklausuliert Symbole zu verbergen. Mit dem Contrapunctus I wurde das Thema vorgestellt, die synkopische Verbindung verdeutlicht und ein effektvoller Schluss präsentiert.

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Die Auswahl bewies die Variationskunst des Meisters, wie die vierstimmige Doppelfuge der Nr. IX mit Comes als Antwort auf die Fuge (Dux). Rasches Agieren der Streicher war bei der Gestaltung von Sechzehntel- und Zweiunddreißigstel-Figuren der Nr. VI gefragt und nur kurze Ruhe kehrte bei der komplexen Nummer XI für die rund 25 Musiker ein, um mit der figurativen Tripelfuge und Bach-Thema der Nummer XIV abzuschließen.