Wie Kindheit und Jugend in Furtwangen früher erlebt wurden, zeigt die Sommerausstellung des Geschichts- und Heimatvereins im Museum-Gasthaus „Arche“ anschaulich. Sie wurde am Donnerstag eröffnet. Mit dabei waren zahlreiche Helfer und Leihgeber.

Nachlassendes Interesse am Zeichnen und Basteln

Museumsleiterin Elke Schön lenkte den Blick der Zuhörer auf die Zeiten vor Erfindung des iPhones. „Das Interesse der Kinder am Zeichnen und Basteln lässt deutlich nach“, erfährt die Museumsleiterin immer wieder. Womit sich die Kinder früher beschäftigten, wurde unter anderem bei einem Erzählnachmittag ermittelt und ausgetauscht. So ergab sich eine Fülle von Material, für das in den drei Räumen des Museums eine Auswahl getroffen werden musste.

Museumsleiterin Elke Schön (rechts) führt interessierte Besucher in der Arche durch die Ausstellung „Kindheit und Jugend in Furtwangen – lang vor dem iPhone“.
Museumsleiterin Elke Schön (rechts) führt interessierte Besucher in der Arche durch die Ausstellung „Kindheit und Jugend in Furtwangen – lang vor dem iPhone“. | Bild: Christa Hajek

Elke Schön erläuterte die Aufteilung: Ein Raum veranschaulicht die Kindergarten-Entwicklung, der zweite ist dem Schulwesen gewidmet, der dritte Raum behandelt unter dem Motto „Schritt ins Leben“ das berufliche Schulwesen sowie Sport und Freizeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Neu ist, dass die jüngsten Besucher auf der Tenne Fahrzeuge aus alten Zeiten ausprobieren können. Der Vorsitzende Gerhard Buchmann dankte allen, die bei den Vorbereitungen zur Ausstellung geholfen hatten.

Furtwangen im Bildungsbereich „Vorzeigestadt“

Bürgermeisterstellvertreterin Anja Siedle ging vor allem auf den Bereich Schule und Ausbildung ein, Furtwangen sei heute eine „Vorzeigestadt“. Den Weg dahin zeigt die Ausstellung, die die Besucher mit großem Interesse besichtigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kinderbetreuung gab‘s auch schon früher

Die Geschichte der Kindergärten wird nachgezeichnet; sie begann 1873, als der katholische Frauenverein unter der Regie der Vorsitzenden Katharina Heim den ersten Kindergarten gründete. In die Kinderschule wurden Kinder aller Konfessionen aufgenommen. Im Jahr 1903 wurden hier bereits 90 Kinder betreut. Die erste Schule, die Kleinschule, entstand bereits 1798 im Schuhpeterhaus. Zu sehen sind in der Ausstellung Spielzeuge aus alten Zeiten, zum Beispiel ein Kaufladen oder ein Puppenwagen.

Mit großem Interesse betrachten Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Siedle und Christel Besenfelder die Ausstellung, die Gerhard Buchmann erläutert (von links nach rechts).
Mit großem Interesse betrachten Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Siedle und Christel Besenfelder die Ausstellung, die Gerhard Buchmann erläutert (von links nach rechts). | Bild: Christa Hajek

Die Geschichte des Schulwesens zeichnet die Ausstellung nach. An einer Wand macht eine phantasievoll gestaltete Grafik deutlich, welche beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten die Stadt bietet. Fotos und Zeitungsartikel veranschaulichen die Entwicklung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit großem Interesse schauten die Besucher auch den dritten Raum an, hier insbesondere Skier aus alten Zeiten. Da gibt es nicht nur hölzerne Skier, sondern auch einen Monoski sowie Skiroller, die Hans-Willi Pörschmann einst bastelte. Er hatte auch die Idee, Geschichten von früher einzurollen. Wer die Ereignisse lesen will, muss sie abrollen, wird aber für die Mühe durch Amüsantes belohnt.

Die Ausstellung „Kindheit und Jugend in Furtwangen – lang vor dem iPhone„ ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: Telefon 07723/50 57 62