Um die Innenstadt interessanter zu machen, wurden vor fünf Jahren die sogenannten Wunderfitzkisten angeschafft. Doch bereits im vergangenen Jahr waren die drei Kisten aus dem Stadtbild verschwunden. Wo sind sie geblieben?

Unterhaltsam informieren

Die drei Kisten sollten vor allem Besucher Furtwangens auf besondere und unterhaltsame Weise über die Stadt und ihre Umgebung informieren, erklärt der stellvertretende Hauptamtsleiter Michael Schlageter. Das Konzept sei angekommen.

Vorfälle von Vandalismus

Doch nicht nur friedfertige Touristen hätten die Kisten genutzt. Es habe auch Vorfälle von Vandalismus gegeben. Scheiben an den Kisten seien eingeschlagen oder Lautsprecher beschädigt worden.

Größerer Sanierungsbedarf

Letztlich herrschte Sanierungsbedarf, weshalb die Kisten im Jahr 2017 entfernt wurden und seither zwischengelagert wurden, zuerst in der Nähe der Firma Braun und Heine. Das Unternehmen hatte sich bereits in den Jahren zuvor bereiterklärt, die Wunderfitzkisten über den Winter zwischenzulagern, würdigt Schlageter deren Engagement. Seit etwa sechs Wochen seien die drei Kisten nun auf dem Gelände der Kläranlage abgestellt. Das Gelände dort sei umzäunt, was der Gefahr von weiterem Vandalismus an den Kisten vorbeuge.

Kosten von rund 2000 Euro

Die Instandsetzungskosten beziffert Schlageter auf rund 2000 Euro. Vermutlich würden die Kosten von Stadt und VdU (Verein der Unternehmer und freien Berufe in Furtwangen und Gütenbach) getragen, aber das müsse noch abgeklärt werden. Voraussichtlich werde dieses Thema in einer der nächsten VdU-Sitzungen besprochen. Der VdU hatte bereits 8000 Euro zur Finanzierung der drei Kisten mit Gesamtkosten von 22  000 Euro beigetragen. 4600 Euro stammen aus dem PS-Sparen der Sparkasse, die restlichen 10  000 Euro aus dem Leader-Programm der EU.

Sanierung alleine reicht nicht

Mit der nun anstehenden Sanierung alleine ist es nicht getan. Wie Schlageter erklärt, wolle man auch neue Themen in den drei Kisten darstellen. Im Gespräch seien die Donauquelle und die Hexenlochmühle als regionale Attraktionen. Die Themenabsprache erfolge zwischen Stadt und Hochschule. Die Ausgestaltung der Themen werde in Form eines Projekts an der Hochschule Furtwangen umgesetzt. Eine Studentengruppe kümmere sich um Texte und Bilder.

Vielfältige Themen

Ausländische Studenten der Hochschule Furtwangen waren ein Thema in einer der bisherigen Wunderfitzkisten. Die ausländischen Studenten hatten erklärt, was ihnen an Furtwangen gefällt und was weniger. Per Knopfdruck konnten die Nutzer der Wunderfitzkiste eine entsprechende Bandansage über einen Lautsprecher in der Kiste betätigen. Weitere Themen waren in den anderen Kisten die Bregtalbahn und Erzählungen rund um die Fuchsfalle.

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Schlageter glaubt, dass die Sanierung im Lauf der nächsten Monate erfolgen wird, so dass die drei Wunderfitzkisten im nächsten Frühjahr in der Furtwanger Innenstadt aufgestellt werden können. Geplant sei, sie an den drei bewährten Stellen wie zuvor zu platzieren, nämlich am Gerwigplatz, am Marktplatz und am Wasserspielplatz an der Breg.