Die Tage des King-Baus sind gezählt. Im kommenden Jahr soll die ehemalige Fabrik abgerissen werden, um Platz für ein neues Gemeindezentrum zu schaffen. Die Entwurfsplanungen für den Neubau sind im Gang, wie Bürgermeisterin Lisa Wolber unserer Zeitung mitteilte. Den Auftrag für den Entwurf hat das Architekturbüro Messmer aus Furtwangen erhalten.

Noch einige Monate bis zur Präsention im Gemeinderat

„Bis der erste Entwurf dem Gemeinderat präsentiert werden kann, wird es sicher noch ein paar Monate dauern, denn das Gelände und die beiden verschiedenen Nutzungen verlangen einiges an Abstimmungsbedarf“, so Wolber.

Diskussion um Abriss zieht sich schon seit Jahren dahin

Der Kopf-Bau des King-Anwesens stammt aus dem späten 19. Jahrhundert, später erfolgte ein kastenartiger Anbau. 1997 musste der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Die Diskussion um den Abriss des King-Gebäudes zieht sich über einige Jahre. 2018 tauchte die Diskussion auf, ob der Kopfbau denkmalgeschützt sei oder nicht.

Kopfbau auf Denkmal-Eigenschaft geprüft

Die Gemeindeverwaltung hatte sich damals mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Verbindung gesetzt, denn das Grundstück tauchte bisher in der Denkmalprüfliste auf. Die Prüfung dieses Falls erfolgte anhand von Bauplänen und Bildern und ergab, dass es sich bei dem Gebäude um kein Kulturdenkmal handelt. In der Rückmeldung der Fachbehörde heißt es, dass der Kopfbau aufgrund des 1962 erfolgten Erweiterungsbaues zu stark überformt ist, um noch denkmalfähig zu sein.

Abriss-Beschluss fiel 2018

Im Oktober 2018 beschloss der Gemeinderat, das Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, in dem die Gemeindeverwaltung und die Feuerwehr untergebracht werden sollen. Eine Bürgerbefragung ergab, dass 74 Prozent der Teilnehmer den Erhalt des King-Kopfbaus als „nicht wichtig“ erachteten.

Gelände mit speziellen Herausforderungen

Unter dem King-Komplex verläuft der Bach, aus der früheren Maschinenfabrik sind Altlasten vorhanden und das Gelände liegt baurechtlich im unbeplanten Innenbereich. Daher ist für den Abriss und den Neubau eine enge Abstimmung mit den Fachbehörden für Baurecht, Gewässer und Altlasten notwendig.

Zuschüsse und Hilfen vom Staat

Der Staat hilft bei der Ortskernsanierung mit. Das Regierungspräsidium Freiburg hatte 2013 den Bereich „Ortskern I“ ins Sanierungsprogramm für kleinere Städte und Gemeinden (LRP) aufgenommen. Bis 2022 stehen Fördergelder und Sonderabschreibungen bereit.

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„Die Herausforderung wird dabei eine Balance zu finden, zwischen dem gewünschten und benötigtem Raumangebot und den Vorgaben der Zuschussstellen“, meint Lisa Wolber.