Der Verein Bürgerbus Furtwangen möchte einen Imagefilm haben. Seit einiger Zeit laufen die Dreharbeiten und am Mittwoch wurden Bilder an der Fatima-Kapelle eingefangen.

Dazu traf sich der Vorsitzende Rainer Engel mit seiner Crew und dem Bürgerbus, um eine mit Musik unterlegte Präsentation zu vervollkommnen, wobei Stadtbilder wichtig waren. In der Freiburger Firma Aiware hatte man einen Partner gefunden, mit dem ein Konzept mit Drehbuch entworfen wurde.

In Furtwangen studiert

Der Filmemacher Thomas Parnia studierte in Furtwangen, und daraus ergab sich die Affinität zum Drehort. Er ist begeistert von dem Projekt, von den Menschen und ihren Lebensgewohnheiten. Per Auto reiste er mit seiner Partnerin Elvira Lakmann an. Die Straßensperrung bei Neukirch spielte den beiden einen Streich. Sie kamen mit Verspätung an, aber noch rechtzeitig, um einem Regenguss zu entgehen. Schnell waren Geräte, Kamera und Objektive installiert und dank der Hilfe von Peter Saupe für Stromanschluss gesorgt. Neben den Akteuren sollte vor allem das städtische Panorama zur Geltung kommen.

Thomas Parnia und Elvira Lakmann sind aufmerksame Filmer. Sie sorgen für das Konzept, richtige Positionen und haben den Dreh raus.
Thomas Parnia und Elvira Lakmann sind aufmerksame Filmer. Sie sorgen für das Konzept, richtige Positionen und haben den Dreh raus. | Bild: Siegfried Kouba

In den vorangegangenen Drehs übernahm Rainer Siegl die Hauptrolle. Er wurde am heißesten Tag beim Ansteuern der drei Routen Ganterhof, Sommerberg und Kussenhof gefilmt. Seine gefällige Art und der Umgang mit den Fahrgästen, die er zumeist persönlich kannte, hinterließen Eindruck beim Filmduo. Er hatte sich freiwillig gemeldet, denn schon am Morgen um 5 Uhr musste er auf der Matte stehen. Eineinhalb Stunden war man unterwegs.

An der Bühlhofstraße wurde der Einsatz einer Drohne probiert. An der Fatima-Kapelle waren die meisten der 25 Fahrer anwesend, die in einem Drehschwenk zur Geltung kommen sollten. Ab Anfang 2019 wird der Werbefilm zu sehen sein.

Weitere Fahrer gesucht

Wer Fahrer sein will, muss einen Sonderbeförderungsschein haben, der fünf Jahre gilt. Hierzu bedarf es eines Hör-, Seh- und Reaktionstests. Eine Fahrprüfung ist nicht erforderlich. Da viele der Akteure schon über 70 Jahre alt sind, werden ständig Nachfolger gesucht, denn mancher überlegt, ob er noch weitermachen will. Die Busfahrer sind mit Leib und Seele bei der Sache und versuchen, trotz der vielen Umleitungen die Fahrpläne einzuhalten. Auch die Sonderfahrten am Trödlermarkt klappten bestens, wie Rainer Engel bestätigte.

Neuer Bus ist nötig

Zur Verfügung steht ein VW-Bus, der über Allradantrieb und Automatik verfügt und bis zu 100 Stundenkilometer schnell fahren kann. Er kam inzwischen in die Jahre; derzeit überlegt man eine Neuanschaffung mit der Stadt. Es eilt: 33 000 Euro Zuschuss winken, ein Antrag muss im Oktober gestellt werden. Rund 103 000 Euro sind die Kosten, zu denen der Verein einen fünfstelligen Beitrag leisten kann.