Bereits zum zehnten Mal findet am Mittwoch, 20. März, an der Hochschule der Gesundheitskongress Schwarzwald-Baar statt. Er hat in diesem Jahr die Digitalisierung als Schwerpunktthema.

Alle Interessenten sind willkommen

Der Kongress ist öffentlich, eingeladen sind Beschäftigte im Gesundheitswesen, nicht nur Ärzte. Darüber hinaus sind auch alle angesprochen, die sich besonders für das Gesundheitswesen interessieren. Weil auch die medizinische Versorgung im ländlichen Raum im Fokus steht, dürfte der Kongress dieses Jahr auch besonders interessant für die Gemeinderäte der Region sein – ebenso wie für die Kandidaten der Kommunalwahl 2019.

Austausch von Gesundheitsakteuren fördern

Der Kongress ist ein Projekt des Gesundheitsnetzwerkes Schwarzwald-Baar. Ein Kerngedanke des Gesundheitsnetzwerkes ist es, den Austausch zwischen den Gesundheitsakteuren zu fördern. Veranstaltet wird der Kongress gemeinsam vom Gesundheitsnetzwerk, der Hochschule Furtwangen, der Fördergesellschaft der Hochschule und der Stadt Furtwangen.

80 Personen sind im Einsatz

Die Beteiligten übernehmen jeweils verschiedene Aufgaben bei der Vorbereitung und Durchführung ebenso wie einen Teil der Kosten. Insgesamt sind es rund 80 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte Studenten der Hochschule, die sich hier vor und während des Kongresses engagieren. Unterstützt wird der Kongress auch durch Mitarbeiter der AOK.

An der Hochschule Furtwangen ist es zum einen die Fakultät MME (Mechanical and Medical Engineering), die sich um das Organisatorische kümmert, sowie zum anderen die Fakultät MLS (Medical and Life Sciences), die das wissenschaftliche Programm aufstellt. Hauptmotor dieser Veranstaltung ist weiterhin Manfred Kühne, ehemaliger Dekan von MME, inzwischen aber im Ruhestand.

Los geht's um 16 Uhr

Beginn des Kongresses ist um 16 Uhr. Die Veranstaltungen beginnen um 17 Uhr. Die Besucher sollten sich, wenn möglich, am Haupteingang des Kongresses im Bau C der Hochschule (hinter der Mensa) anmelden und auch die E-Mail-Adresse hinterlassen, damit sie auch künftig über entsprechende Veranstaltungen informiert werden können. Insgesamt rechnet man mit weit über 500 Besuchern.

Spitzenmedizin und Kostendruck

Der Titel des Kongresses 2019 lautet „Digitalisierung versus Datenschutz – zwischen Spitzenmedizin und Kostendruck. Wo bleibt der Patient?“ Dazu gibt es in der Aula der Hochschule um 17 Uhr einen einführenden Vortrag, in dem Tobias Gantner, Geschäftsführer von „HealthCare Futurists“ in Köln, einen weiten Blick in die Zukunft der Digitalisierung in der Medizin wagt. Es geht ihm darum, die Bedeutung der immer wichtigeren Künstlichen Intelligenz hervorzuheben und vor einer Ignoranz gegenüber entsprechenden Entwicklungen zu warnen.

Sechs Marktplatz-Veranstaltungen

Im Anschluss gibt es ab 18.30 Uhr sechs Marktplätze (Workshops), bei denen nach einer Stunde das Thema jeweils noch einmal wechselt. Vorgestellt werden hier beispielsweise zwei neue Direktoren der Chirurgie im Schwarzwald-Baar- Klinikum mit ihren neu eingeführten medizinischen Angeboten.

Medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Ein besonders auch für die Region Furtwangen interessantes und wichtiges Thema ist die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Auf dem Marktplatz sechs gibt es ab 18.30 Uhr zwei Referate zu diesem Thema. Zuerst berichtet der Leiter des Gesundheitsamtes Villingen-Schwenningen, Jochen Früh, über die Ergebnisse zum Modellprojekt zur ambulanten Versorgung in der Region Schwarz-wald-Baar-Heuberg.

Untersucht wurde hier: Wie sieht die Versorgung mit Hausärzten in den ländlichen Regionen in Zukunft aus? Wird es Nachfolger für bestehende Praxen geben oder müssen lange Fahrtwege zum Arzt in Kauf genommen werden?

Das Beispiel Baiersbronn

Im Herbst des vergangenen Jahres wurden die Ergebnisse dieses Projektes vorgestellt. Ein besonderes Beispiel, wie eine solche medizinische Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden kann, ist das medizinische Versorgungszentrum in Baiersbronn, das bereits seit zehn Jahren sehr erfolgreich arbeitet. Im Rahmen dieses Modellprojektes wurde auch dieses Zentrum besichtigt.

Erfahrungen aus der Praxis

Ein Vertreter dieses Versorgungszentrums, Wolfgang von Meißner, wird im zweiten Referat ab 19.30 Uhr über die Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums als Möglichkeit zur Versorgungssicherung im ländlichen Raum berichten. Jochen Früh weist darauf hin, dass der Einzugsbereich des Zentrums in Baiersbronn mit dem oberen Bregtal vergleichbar sei, die dortigen Erfahrungen also gerade für die hiesige Region von Bedeutung sind.

Auf einem anderen Marktplatz geht es wiederum um Medizintechnik und Forschungsergebnisse im Bereich der Gesundheit. Und besonders auch für die Allgemeinheit und vor allem die Politik in der Region von großer Bedeutung ist das Thema „Medizinische Versorgung im ländlichen Raum“ beim Marktplatz 6 (siehe untenstehenden Artikel).

Im Anschluss an die Vorträge gibt es noch genügend Möglichkeiten zum Austausch. Die Organisatoren haben für ein Catering gesorgt.

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