Eine Neuordnung beim Begrüßungsgeld für Studenten in Furtwangen und damit auch die entsprechende Richtlinie hat der Gemeinderat beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde auch über den aktuellen Stand bei der Citycard informiert.

Ziel des Begrüßungsgeldes für Studenten ist es, dass diese Furtwangen als Erstwohnsitz wählen. Denn jeder hier fest gemeldete Einwohner bringt der Stadt nach Auskunft der Verwaltung 1000 Euro Anteil aus der Einkommensteuer und aus anderen Zuweisungen. Allerdings habe man festgestellt, dass hier der Mitnahmeeffekt überwiege. Zu einem großen Teil erhalten dieses Geld damit Studenten, die sich sowieso in Furtwangen mit Erstwohnsitz melden wollten.

Interessant sei aber die Gewinnung zusätzlicher Einwohner. Daher schlug die Verwaltung – nach einem entsprechenden Beschluss in der Klausurtagung des Gemeinderates – vor, das Begrüßungsgeld von bisher 200 Euro auf 100 Euro zu senken. Gleichzeitig soll es ab sofort in Form der Citycard ausgegeben werden, wodurch dieses Geld direkt der einheimischen Wirtschaft zugute kommt.

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Die FWV beantragte allerdings, den Betrag bei 200 Euro zu belassen. Georg Herth betonte, ein Betrag von nur 100 Euro bewege kaum jemanden zur Ummeldung nach Furtwangen. Der FWV-Antrag wurde aber vom Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Einstimmig akzeptiert wurde das neue Begrüßungsgeld von 100 Euro, das künftig als Citycard ausgeben wird.

In diesem Zusammenhang stellte Bürgermeister Josef Herdner den aktuellen Sachstand bei der Citycard vor. Seit der Einführung zum 1. Dezember wurden bereits 869 Karten ausgegeben mit einem Gesamtvolumen von 29  000 Euro. Man müsse sich allerdings bewusst sein, dass hier das Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle spielte. Aktuell gebe es 36 Akzeptanzstellen. Ziel ist es, diese Zahl bis zum Jahresende auf 45 zu erhöhen. Im Durchschnitt werden auf jede Citycard 33 Euro aufgebucht. Dabei betonte Bürgermeister Herdner, dass der Einsatz eines solchen Guthabens auf der Citycard häufig auch zusätzliche Ausgaben generiere, wenn beispielsweise der entsprechende Artikel teurer ist als das Kartenguthaben.

Darüber hinaus werde im Februar auch die damit verbundene Jobcard eingeführt, die dann von Unternehmen an ihre Mitarbeiter ausgegeben werde. Ein größerer mittelständischer Betrieb hat sich bereits fest angemeldet, dazu etwa vier kleinere Betriebe. Insgesamt werden etwa 300 Jobcards ausgegeben, auf die die Arbeitgeber steuerfreie Gratifikationen für ihre Mitarbeiter einzahlen können. Häufig sei dies der gesetzlich vorgesehene Betrag von 44 Euro pro Monat.

Während die Citycard nur einmal genutzt werden kann, werden auf die Jobcard immer wieder neue Beträge gebucht. Gleichzeitig wolle man versuchen, die verschiedenen Akzeptanzstellen noch besser zu kennzeichnen, beispielsweise durch einen einheitlichen Aufkleber. Dazu kündigte Herdner weitere spezielle Aktionen etwa zu Ostern oder im Rahmen der Kulturwoche an.

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