Mit Befriedigung wurde im Gemeinderat die Tatsache aufgenommen, dass eine Ausschreibung wieder einmal ein günstigeres Ergebnis ergab als erwartet: Bei der Vergabe für den Ausbau der Baumannstraße für die Erdarbeiten im Bereich Straßenbau, Kanalbau und Wasser hatte eine öffentliche Ausschreibung stattgefunden. Von fünf interessierten Unternehmen kamen nur zwei Angebote. Der günstigste Bieter war die Bauunternehmung Hermann aus Furtwangen, die damit vom Gemeinderat auch den Auftrag erhielt. Der nächste Bieter lag sechs Prozent über diesem Gebot. Dabei war das Angebot der Firma Hermann mit 1  931  000 Euro um 280  000 Euro günstiger als die Kostenberechnung des Ingenieurbüros.

Auf Anfrage aus dem Gemeinderat konnte das Bauamt bestätigen, dass die Angaben bereits geprüft wurden. Darüber hinaus entschied sich der Gemeinderat, der Empfehlung des Bauamtes zu folgen und beim Pflaster im abschüssigen Bereich der Straße Riegel zur Verstärkung einzubauen. Das Bauunternehmen hatte vorgeschlagen, darauf zu verzichten und weitere Kosten einzusparen. Franz Sauter forderte, dass gerade bei einer so hohen Summe die verschiedenen Kostenbereiche auch noch einmal für den Gemeinderat aufgesplittet werden sollten, um mehr Überblick zu bekommen. Norbert Staudt sprach die Verkehrsführung an, da für die Baumannstraße künftig sowohl eine Einbahnregelung als auch ein normaler Gegenverkehr diskutiert werde. Diese Entscheidung stehe aber noch aus, so die Verwaltung. Sie habe aber keinen Einfluss auf die vergebenen Arbeiten. Auch die unterschiedliche Parkplatz-Ausweisung spiele dabei keine Rolle, da diese durch Markierungen auf der Straße vorgenommen wird.

Bei den Anfragen äußerte Stadtrat Thomas Riesle (CDU) den Wunsch, einen Ortstermin für den Gemeinderat im Otto-Hahn-Gymnasium anzusetzen und dies auch immer wieder in lockerer Folge zu wiederholen. Der Gemeinderat solle dort Präsenz zeigen, denn es sei schließlich die größte und teuerste Baustelle der Stadt. Er selbst habe bei einem Besuch mit viel Interesse den aktuellen Sachstand wahrnehmen können. Bürgermeister Josef Herdner kündigte an, dass ein solcher Ortstermin vor der nächsten Sitzung geplant sei.

Stadtrat Wolfgang Kern (FWV) äußerte sich in der Sitzung darüber, dass die Sportler aus Deutschland und gerade auch aus Baden-Württemberg bei der Olympiade sehr erfolgreich gewesen seien, doch an keiner Stelle das Furtwanger Skiinternat (SKIF) als entscheidende Athleten-Schmiede genannt wurde. Auch die Sportler selbst hätten das nicht getan. Auf jeden Fall könne die Stadt stolz sein, dass sie dieses Skiinternat fördere und damit auch wesentlich zu solchen Erfolgen beitrage.

Auch Bürgermeister Josef Herdner bestätigte, dass das Desinteresse der überregionalen Medien an der Arbeit des SKIF deprimierend sei. Man versuche von der Stadtverwaltung und vom Skiinternat aus, immer wieder auf die Erfolge der Sportler auch nach dem Verlassen des Internats hinzuweisen und damit die Bedeutung dieser Ausbildungsstätte aufzuzeigen.