Grüne Politiker sind seit langem im oberen Bregtal aktiv, am Donnerstag gründeten sie den Grünen Ortsverband im Oberen Bregtal ganz offiziell. 

Vier Frauen und ein Mann im Vorstand

Zwölf Mitglieder waren im Hotel „Ochsen“ dabei, insgesamt hat der neue Ortsverband bereits 20 Mitglieder. Darüber hinaus gibt es einige assoziierte Mitglieder. Furtwangen, Vöhrenbach und Gütenbach gehören zum neuen Grünen-Ortsverband. Die Mitglieder wählten Cordula Kugele, Mitglied des Kreistages, zur Vorsitzenden, ihre Stellvertreterinnen sind Sandra Mai-Duffner und Claudia Filbert. Isolde Grieshaber und Lennart Penz komplettieren als Beiräte das Vorstandsgremium. Cordula Kugele, 60 Jahre alt, Mutter von drei erwachsenen Kindern, engagiert sich seit 1982 bei den Grünen. Sie kam mit ihrer Familie 1994 nach Furtwangen.

Gutes Team mit jüngeren Leuten

Seit zwei Jahren Grünen-Mitglied ist Sandra Mai-Duffner, 31 Jahre alt, Realschullehrerin. Claudia Filbert ist 38 Jahre alt, naturverbunden, lebt im Hexenloch und leitet die Grünen-Geschäftsstelle im Schwarzwald-Baar-Kreis. „Ein gutes Team, auch mit jüngeren Leuten“ habe der neue Ortsverband, betonte Cordula Kugele in ihrem Ausblick auf die nächste Zeit. Die gute Zusammenarbeit mit der Unabhängige Liste (UL) im Furtwanger Gemeinderat werde man weiterhin pflegen.

Als Thema des nächsten Treffens im Januar nannte Cordula Kugele die Mobilität. Noch vor Weihnachten wollen sich die Grünen auf Vorschlag von Sandra Mai-Duffner zu einer geselligen Weihnachtsfeier treffen.

Bevor der Ortsverband aus der Taufe gehoben wurde, begrüßte Kreissprecherin Isolde Grieshaber die Landtagsabgeordnete Martina Braun und die Grünen-Landesvorsitzende Sandra Detzer. Der Kreisverband Schwarzwald-Baar hat derzeit 220 Mitglieder, „Tendenz steigend“.

Schon lange grüne Aktivitäten

Grüne Aktivitäten gibt es im Oberen Bregtal schon lange, berichtete Cordula Kugele. Sie nannte zahlreiche Veranstaltungen, die gemeinsam mit der UL organisiert wurden, darunter auch den Klima-Aktionstag mit Sven Plöger. Einen kurzen Ausblick auf die aktuelle Landespolitik gab die Landtagsabgeordnete Martina Braun. Sie nannte es erfreulich, dass Winfried Kretsch­mann seine solide, besonnene Politik nach der Landtagswahl fortsetzen will.

Nicht allein auf E-Mobilität setzen

Landesvorsitzende Sandra Detzer sprach über die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie. Eingangs betonte sie, dass zwei Themen bei vielen Menschen Angst hervorriefen: Klimawandel und Rechtsruck in der Gesellschaft. Sie hob hervor, dass man die Produktion vom Ressourcenverbrauch entkoppeln müsse. Im Autoland Baden-Württemberg dürfe man nicht allein auf E-Mobilität setzen. Die Entwicklung sei derzeit unsicher, auf jeden Fall aber „wird Mobilität anders aussehen“.

Liberale Demokratie schützen

Mit Blick auf das Anwachsen rechter Positionen mahnte sie, die liberale Demokratie zu schützen und weiter zu entwickeln. Die Meinungsfreiheit werde gesichert, immer aber auf dem Boden des Grundgesetzes.