Seit fast zwölf Jahren befindet sich die ehemalige Post im Besitz der Stadt. Alle Versuche, das Gebäude sinnvoll zu nutzen oder an Investoren zu verkaufen, scheiterten.

Mittlerweile hat sich der Hausschwamm im Gebäude ausgebreitet, das vor rund 130 Jahren als „Kaiserliches Postamt“ gebaut wurde. Selbst die benachbarte Firma Siedle, verlor das Interesse an der Sanierung des Gebäudes, nachdem Experten intern dazu abgeraten hatten.

Thomas Riesle, Sprecher der CDU-Fraktion des Gemeinderates, forderte in der jüngsten Sitzung, das Problem endlich anzugehen. „Nicht, dass auch 2019 alles beim Alten bleibt“, sagte er und ergänzte: „Ob Parkplatz oder Fläche für Neubau: wir sind für alles offen – aber es muss sich was tun.“ Die CDU stellte den Antrag, den Ansatz von 70 000 Euro für den Verkauf aus dem Haushalt zu streichen. Das sei nämlich keinesfalls realisierbar, so Riesle. Im Haushaltsplanentwurf 2019 war diese Summe als Einnahme dargestellt.

Bürgermeister Josef Herdner meinte, dass es nicht um den Abriss, sondern um eine grundsätzliche Lösung für das Areal gehe. Rainer Jung (FWV) meinte, dass diese Summe den Haushaltsplan zwar „verschönert“, aber doch unrealistisch sei. Aber zumindest würde der Wille zum Verkauf erhalten bleiben.

Ulrich Mescheder (UL) sagte, dass die Stadtverwaltung weiterhin öffentlich hinweisen müsse, dass der Wille zum Verkauf des Anwesens weiterhin da sei.