Dem Alkoholkonsum der Studenten hat sich ein Projekt im Bereich der Gesundheitswissenschaften der Furtwanger Hochschule angenommen.

In Kooperation mit der Hochschule Esslingen wurde ­den Studenten im vergangenen Semester ein entsprechendes Projekt als Wahlpflichtfach angeboten. 13 Personen nutzten diese Gelegenheit, sich einmal ganz gezielt mit diesem Thema zu beschäftigen. Nach den Erfolgen bei diesem Projekt wurde diese Aktion auch in diesem Semester wieder weiter geführt, dieses Mal ganz offiziell als Projektangebot der Hochschule. Mehrere Studenten sind hier im Auftrag der Hochschule und der Fakultät damit beschäftigt, entsprechende Aufklärung zu leisten.

Dazu gehörte nun auch ein entsprechender Infostand auf dem Robert-Gerwig-Platz direkt am Haupteingang der Hochschule. Vier Studentinnen waren hier damit beschäftigt, über den Alkohol und seine Probleme zu informieren und auch Alternativen anzubieten, beispielsweise alkoholfreie Drinks, die dann auch direkt vor Ort serviert wurden.

Vor allem aber machte man hier auch auf ein Check-up im Internet aufmerksam: Dieser Test ist speziell auf Studenten abgestimmt und soll ihnen Hilfe bieten, ihr eigenes Verhalten beim Alkohol zu testen. Dabei geht es vor allem auch darum, sich die Probleme und Gefahren des Alkohols bewusst zu machen, nicht etwa den Alkohol zu verteufeln.

Unter anderem erfahren die Studenten in diesem Selbsttest, wie ihr Alkoholkonsum zu bewerten ist. Sie erfahren dabei beispielsweise ganz klar, wie der Alkoholkonsum beispielsweise das Studium massiv beeinträchtigen kann. Oder die Frage, was hätte ich in dieser Zeit machen können? Was ist mir beim Studium wirklich wichtig? Mit entsprechendem Infomaterial sorgten die Studenten dann auch an ihrem Stand vor der Hochschule für die entsprechenden Informationen, unterstützt wurden sie hier unter anderem von der Barmer mit Infomaterial und auch kleinen Geschenken.

Dabei sei es gerade bei einer solchen Aufklärungsarbeit sehr wichtig, dass hier auf Augenhöhe kommuniziert werde, deshalb kommt bei den Studenten gerade diese Information von ihren Mitstudenten sehr gut an. Darauf basiert auch dieses Aufklärungsprojekt ganz wesentlich.

Eine besonders interessante Erfahrung gab es dabei noch bei einem Experiment: die Studenten konnten mit Brillen, die durch ihre Verzerrung verschiedenen Alkohol-Pegeln von 0,3 bis 1,3 Promille entsprechen, versuchen, einen Parcours abzulaufen. Entwickelt wurde das Präventionskonzept von der Hochschule Esslingen.

Projektleiter Thomas Heidenreich betonte, dass es nicht um den erhobenen Zeigefinger gehe. „Wir wollen unter anderem aufzeigen, welche Ziele man in Leben ohne Alkohol erreichen kann“, so Heidenreich. Unterstützt wird das Projekt von der Barmer. „Besser vorbeugen als behandeln“ erläuterte Philipp Geisberger, Regionalgeschäftsführer Villingen-Schwenningen, und hob die Vorreiterrolle der Hochschule Furtwangen hervor, in der das Präventionsprojekt als bundesweit erster Hochschule umgesetzt wird.

Bereits im vergangenen Semester beim Studienprojekt zu diesem Thema gab es entsprechende Info-Veranstaltungen an den verschiedenen Standorten der Hochschule Furtwangen. Und auch dieses Mal beim offiziellen Projekt der Hochschule werden auf die Veranstaltung in Furtwangen entsprechende Infotage an den anderen Standorten folgen.

Dabei habe man an diesem Morgen, so die Vertreter dieses Projektes, gerade während den Pausen zwischen den Vorlesungen hier ein reges Interesse verzeichnen können. Aber auch die entsprechenden Informationen beispielsweise auf einer speziellen Facebook-Seite zu diesem Thema kommen immer sehr gut an.