Die Volkshochschule Oberes Bregtal (VHS) meistert die unruhige Corona-Zeit. Vollkommen überrascht waren Geschäftsführerin Simone Simon und ihre Mitarbeiterinnen Karin Kretschmer und Sabrina Schultz, als es am 15. März hieß: Stopp! Doch schnell waren nötige Schritte veranlasst: Dozenten und Teilnehmer wurden unterrichtet. Es musste telefoniert werden. E-Mails wurden verschickt und andere Medien genutzt.

Alle zeigen Verständnis

Erfreulich entgegenkommend reagierten die Dozenten und Teilnehmer, und gut war der Zusammenhalt aller Beteiligten, die per Internet korrespondierten. Alle hatten Verständnis für die Situation und seit 25. Mai läuft der Betrieb wieder, zwar nicht auf Volltouren, aber im Bereich der räumlichen und zeitlichen Möglichkeiten sowie der hygienischen Vorgaben. Es wird darauf geachtet, dass sich keine Kurse überschneiden; der Ausstellungsraum bietet mit nötigem Abstand Voraussetzung für Unterricht. Trotzdem war eine gewisse Zurückhaltung zu spüren.

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  • Corona-Verlust: Auf 63 Dozenten und Referenten kann die VHS zurückgreifen, um die bis zu 1300 Teilnehmer zu bedienen. In der Flaute gingen 720 Unterrichtseinheiten verloren, was einen finanziellen Verlust von über 5000 Euro bedeutete, der nicht wieder hereingeholt werden kann. Man hofft auf Zuschüsse vom Bund und weiß noch nicht, ob es Aufstockungsbeträge des VHS-Verbandes gibt. Anfängerkurse für Bedienung von Handys und Tablets mussten ausfallen. Sportliche Unternehmungen waren nicht möglich, genauso wie das beliebte Kochen.
  • Langsamer Neustart: Mittlerweile kann dank des Bürgermeisters ein Englisch-Sprachkurs im Rathaus mit neun Beteiligten abgehalten werden. Im Kunstraum kann Deutsch unterrichtet werden, ein Tanzkurs findet in der Festhalle statt. Seitens der Stadt werde getan, was möglich sei. Für Desinfektion und entsprechende Reinigung ist gesorgt und im Notfall gibt es auch Nasen-MundMasken. Simone Simon ist erfreut, dass wieder gestartet werden konnte und die Leute Lust haben, etwas zu unternehmen. Auch neue Wege sind geplant.
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  • Online-Kurse: Im PC-Bereich (Word/Excel) gibt es Angebote über das Internet. Sprachkurse können probeweise online gestellt werden. Vorgesehen ist eine Schulung für Dozenten, damit alle gleiche Kenntnisse und Arbeitsweisen haben, um die Teilnehmer per Internet zu erreichen. Eine der Dozentinnen wird eine sachkundige Schulung vornehmen.
  • Neues Programm: In Vorbereitung ist auch das Programm von September 2020 bis Februar 2021. Eine Besonderheit soll ein Menue-Abend mit Kammermusik werden, allerdings mit begrenzter Teilnehmerzahl. Motto könnte sein: „Ein prall gefüllter literarischer Weihnachtsstrumpf, anrührend und zeitkritisch und immer für eine Überraschung gut“.
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  • Geplante Angebote: Auch Fahrten, wie ins Nördlinger Ries, sind vorgesehen, außer Reisen ins Ausland. Selbst die Möglichkeiten der modernen Heimautomatisierung mit dem Smartphone sollen angezapft werden, um automatisch Kaffee- und Waschmaschine oder Backofen zu aktivieren. Auch das Thema Gewebe- und Organspende aus ärztlicher Sicht wird angegangen und aktuell ist das Thema: „Wie bewerbe ich mich richtig“. Hoffnung wird ferner auf einen „Lesekreis“ gesetzt, um Literaturhungrige zusammenzubringen und einmal monatlich soll es einen Treff junger Mütter geben, um spezifische Probleme, Lebenssituationen und Erfahrungen anzusprechen.
  • Nicht machbar: Bedauert wird, dass die Fotoausstellung „Bi uns isch‘s scho schee“ des Uhrmachermeisters Matthias Hüttlin aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden kann.

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