Noch am Morgen gab es einige bange Blicke zum Himmel, ob das Wetter hält. Doch dann blieb es trocken und der traditionelle Gottesdienst bei der Fatimakapelle zum Fest Mariä Himmelfahrt konnte wie geplant stattfinden. Es gab dann zwar während des Gottesdienstes einmal kurz ein paar Spritzer, die aber keine Bedeutung hatten.

Ein Fest des eigenen Glaubens

Mehr als 200 Gläubige waren zu dieser Messe gekommen, die Pfarrer Paul Demmelmair gemeinsam mit Pfarrer Michel Alain Ndi zelebrierte. In seiner Einführung und in der Predigt machte Pfarrer Demmelmair deutlich, dass mit der Himmelfahrt Mariens den Gläubigen deutlich werde, was auch sie erwarte. Damit sei Mariä Himmelfahrt ein Fest des eigenen Glaubens. Daher könne man auch den Tod, der etwas Erschreckendes habe, gelassener anschauen, denn auch bei Maria werde gezeigt, dass der Tod nicht das Letzte ist, sondern die Welt Gottes auf die Gläubigen wartet.

Zahlreiche Kräuterbüschel gesegnet

Diese feiern daher damit auch ein Fest ihrer eigenen Zukunft. Am Ende des Gottesdienstes segnete Pfarrer Demmelmair die zahlreichen Kräuterbüschel, welche die Gottesdienstbesucher in der Pflege eines alten Brauchs am Altar niedergelegt hatten. Sein Dank galt dann all denen, die an der Vorbereitung dieses besonderen Gottesdienstes mitgewirkt hatten.

Am Ende des Gottesdienstes segnet Pfarrer Demmelmair die Kräuterbüschel, die am Altar niedergelegt worden waren.
Am Ende des Gottesdienstes segnet Pfarrer Demmelmair die Kräuterbüschel, die am Altar niedergelegt worden waren. | Bild: Stefan Heimpel

Ein ganz besonderer Dank galt einer Bläsergruppe der Stadtkapelle Furtwangen, welche die Messfeier musikalisch begleitet hatte. Es sei fast ein „Wunder“, dass es Stefan Dorer mit großem Engagement trotz der Urlaubszeit geschafft habe, diese Musiker-Gruppe zu organisieren. Denn ihm sei es ein Anliegen gewesen, diese Furtwanger Tradition zu pflegen.

Stefan Dorer (Zweiter von links) ist es mit viel Engagement gelungen, eine Bläsergruppe für den Gottesdienst zu organisieren.
Stefan Dorer (Zweiter von links) ist es mit viel Engagement gelungen, eine Bläsergruppe für den Gottesdienst zu organisieren. | Bild: Stefan Heimpel

Weißwurst und Brezeln für die Gläubigen

Im Anschluss an den Gottesdienst bewirtete die Kolpingfamilie bei der Fatimakapelle die Gottesdienstbesucher mit Weißwurst und Brezeln. Diesen Brauch hatte Pfarrer Demmelmair bereits bei seinem ersten Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt in Furtwangen im Jahr 2011 in Erinnerung an die Kirmes-Feiern in seiner bayerischen Heimat angeregt. Auch dieses Mal waren die Würste bei den Gläubigen sehr gefragt.