Die millionenschwere Sanierung und Erweiterung des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschulzug (OHG) geht voran. Die Fassade des Erweiterungsbaus ist fertig, der Innenausbau in vollem Gange.

2020 sind 3,2 Millionen eingeplant

Ende Juli hat der Furtwanger Gemeinderat weitere 600.000 Euro aus dem Haushalt lockergemacht. Auch im kommenden Jahr geht es weiter. Dann sind weitere 3,2 Millionen Euro für Sanierung und Erweiterung vorgesehen, wobei es allerdings auch staatliche Zuschüsse und Fördergelder gibt.

Aus der Landes-Schulbauförderung hat Furtwangen neulich für das OHG eine Zusage für Geld in Höhe von 968.000 Euro erhalten.

3,5 Millionen für die Erweiterung

3,5 Millionen Euro soll der Erweiterungsbau kosten, für den im April 2017 der Spatenstich stattfand. Der Anbau bietet Platz für acht Klassenzimmer und soll auch für die Erweiterung zur Ganztagsschule genutzt werden. Der Zugang erfolgt über das bisherige Lehrerzimmer. Der bisherige überdachte Hofbereich ist in das Gebäude integriert und dient als Zugang für das Erdgeschoss.

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Die bisherigen Fluchtbalkone an der Südseite des Gebäudes mussten entfernt werden. Sie werden aber auch nicht mehr benötigt, denn der Anbau erfüllt nach Fertigstellung die Funktion eines zweiten Fluchtweges. Ein etwa zehn Meter breiter Innenhof trennt die Räume des bestehenden naturwissenschaftlichen Traktes vom Anbau.

Ganzes erstes Obergeschoss wird umgebaut

Die gesamten Maßnahmen am Otto-Hahn-Gymnasium wurden im Vorfeld grob auf 18 Millionen Euro geschätzt und werden sich über mehrere Jahre hinziehen. Der Anbau ist der erste Schritt. Ein zweiter Bauabschnitt sieht vor, dass das ganze erste Obergeschoss mit dem Lehrerzimmer neu gestaltet wird. Verwaltung, Schulleitung, Bibliotheken und Spezialräume werden ganz neu organisiert werden.

Der dritte Bauabschnitt beinhaltet die Sanierung in den Bereichen Elektro, Sanitär, Lüftung, Barrierefreiheit und Fassaden.

1949 als Progymnasium gegründet

Das Otto-Hahn-Gymnasium wurde 1949 als Progymnasium gegründet, das erste Abitur 1964 abgelegt. 1974 wurde ein Realschulzweig angefügt, damals ein Novum. Der jetzt zu sanierende Bau auf dem Oberen Bühl wurde 1977 fertiggestellt und wurde mit den Jahren immer sanierungsbedürftiger.