Uhren als künstlerischer Ausdruck der gemessenen Zeit? Auf der Antik-Uhrenbörse Furtwangen Ende August wird diese Wirklichkeit gelebt. Jacques Barthillat findet sich gerade in der heißen Phase der Organisation wieder. Er ist ein alter Hase, wenn es um die Organisation der Antik-Uhrenbörse Furtwangen geht. Er ist seit Anfang an dabei, er hob zusammen mit Wilfried Dold sozusagen die Börse aus der Taufe. Und doch versetzt auch die 32. Auflage einmal mehr das Blut in Wallung – jede Messe bedeutet neue Erfahrungen und Erkenntnisse rund um die Zeitmesser. Und ab Oktober richten sich die Gedanken bereits auf 2017.

War die Antik-Uhrenbörse Furtwangen ursprünglich konzipiert als Messe für Großuhren und Uhren aus dem Schwarzwald, wandelte sie sich mittlerweile zu einer Messe, auf der Armband und Taschenuhren mit zwei Fünftel der angebotenen Zeitmesser doch eine gewichtige Rolle spielen. Großuhren haben mit 60 Prozent jedoch immer noch Oberwasser.

Taschenuhren gewinnen neben Armbanduhren an Bedeutung auf der Antik-Uhrenbörse. Diese Grande Complication (rechts) dürfte einer der Höhepunkte in Furtwangen sein. Die 271 Gramm schwere Taschenuhr hat einen ewigen Kalender, Mondphase, Schleppzeiger-Chronographen, 30 Minuten-Zähler, Minutenrepetition und Carillon-Viertelstundenselbstschlag.
Taschenuhren gewinnen neben Armbanduhren an Bedeutung auf der Antik-Uhrenbörse. Diese Grande Complication (rechts) dürfte einer der Höhepunkte in Furtwangen sein. Die 271 Gramm schwere Taschenuhr hat einen ewigen Kalender, Mondphase, Schleppzeiger-Chronographen, 30 Minuten-Zähler, Minutenrepetition und Carillon-Viertelstundenselbstschlag. | Bild: Michael Kienzler

Die Antik-Uhrenbörse Furtwangen habe sich in mehr als drei Jahrzehnten zur größten Veranstaltung ihrer Art in Europa entwickelt, schwingt in Jacques Barthillats Erläuterung doch etwas Stolz mit. Von anfangs 30 Händlern schoss die Anzahl auf mittlerweile 140 nach oben. Nicht nur europäisches Publikum wird registriert, auch Besucher aus Israel, den USA und seit einigen Jahren auch zunehmend aus Fernost finden den Weg ins obere Bregtal. Eine Stärke der Messe sei neben dem qualitativ hochwertigen Angebot, so Jacques Barthillat, dass mehr als vier von fünf Händlern jährlich am Platz seien. Die Messestände seien bereits seit einem viertel Jahr ausgebucht, für Neueinsteiger gebe es nur begrenzten Spielraum. Das schaffe Vertrauen auch unter dem Publikum. Käufer könnten zudem auf seine persönlichen dauerhaften Kontakte zu den Händlern bauen, wenn es denn mal nach dem Kauf zu Rückfragen kommen sollte.

Die meisten Anbieter stammten aus Deutschland, fächert Jacques Barthillat auf. Jedoch gebe es auch Anbieter aus Dänemark, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich und den slawischen Ländern. Die Antik-Uhrenbörse Furtwangen richte sich demzufolge auch nicht ausschließlich an ein Fachpublikum, unterstreicht der Furtwanger. Es sei im Grundsatz eine Messe für diejenigen, die Freude an Zeitmessern haben. Und da gebe es auch für weniger pralle Geldbeutel Interessantes. Veranstalter der Antik-Uhrenbörse ist der Verein „Uhr und Kultur“, der Hauptverantwortliche seit 26 Jahren Jacques Barthillat. Seit drei Jahren ist die Stadt als Mitveranstalter der Börse mit im Boot.

Der Empfang zur Antik-Uhrenbörse ist am Freitag, 26. August, um 18 Uhr auf dem Robert-Gerwig-Platz beim Deutschen Uhrenmuseum. Das Grußwort sprechen Furtwangens Bürgermeister Josef Herdner sowie Jacques Barthillat, Vorsitzender des Vereins „Uhr und Kultur“. Die musikalische Begleitung der Eröffnungsveranstaltung übernimmt die Musikgruppe „De Swingers“.


Antik-Uhrenbörse

Die Antik-Uhrenbörse in den Räume der Hochschule ist am Freitag, 26. August, von 12 bis 18 Uhr (Fachbesuchertag); Samstag, 27. August, 9 bis 18 Uhr und Sonntag, 28. August, 10 bis 16 Uhr. Eintrittspreise: Freitag 40 Euro, Samstag und Sonntag jeweils 5 Euro.