Fast 1,4 Millionen Euro fließen von der Städtebauförderung des Landes Baden-Württemberg in Projekte im oberen Bregtal. Die Freude ist groß, denn das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg ermöglicht damit städtebauliche Erneuerungen in Gütenbach, Furtwangen und Vöhrenbach.

„Das ist das richtige Signal. Jetzt im konjunkturellen Einbruch während der Corona-Krise werden auf Landesebene Rekordmittel für Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung bereitgestellt“, freut sich auch Landtagsabgeordneter Karl Rombach.

Gütenbacher Förderrahmen wird nochmals aufgestockt

Über 650  000 Euro freut sich Gütenbachs Bürgermeisterin Lisa Wolbert. „Das freut mich natürlich ganz arg“, berichtet sie im Gespräch. Das Geld werde für die Sanierung des Gebiets Ortskern I verwendet. „Hier hatten wir schon einen bewilligten Förderrahmen in Höhe von einer Million Euro, dieser wird nun nochmals aufgestockt“, so Wolbert.

Mit inbegriffen in die Ortskern-Sanierung ist hier unter anderem die Sanierung der Mehrzweckhalle inklusive der Platz- und Wegearbeiten sowie weitere Außenarbeiten. Die nun bewilligte Aufstockung soll aber insbesondere genutzt werden, um das geplante Gemeindezentrum umzusetzen. Dazu sei es notwendig, das erworbene King-Areal zurückzubauen.

Kosten für Gemeindezentrum noch offen

„Der Abriss des Gebäudes und der Anteil für die Realisierung des Rathauses im Gemeindezentrum im Rahmen der Ortskernsanierung werden nun bezuschusst“, berichtet die Bürgermeisterin. Man habe ihr bereits signalisiert, dass die Sanierung der Halle und der Neubau des Zentrums begrüßt werden, „es freut mich, dass sich das nun auch in der Förderung zeigt“, so Wolbert. Wie hoch die Kosten für das neue Gemeindezentrum werden, steht allerdings noch nicht fest. „Wir sind in den ersten Zügen der Planung, derzeit werden die entscheidenden Weichen gestellt.“

Auch Altlastenentsorgung wird bezuschusst

Sie hat in diesem Zusammenhang noch einen weiteren Grund zur Freude. Denn wie die Bürgermeisterin berichtet, habe sie die Tage darüber hinaus die Zusage für die Förderung der Altlastenentsorgung, die im Boden des King-Areals schlummern, erhalten. Hier werden die Gesamtkosten auf 400  000 Euro geschätzt. Hiervon werden nun 90 Prozent der Kosten übernommen. Für die Bürgermeisterin und die Gemeinde gibt es deshalb allen Grund zur Freude.

Halbe Million für Furtwangen

Das Areal rund um die alte Post in Furtwangen soll im Rahmen der Innenstadtsanierung aufgewertet werden.
Das Areal rund um die alte Post in Furtwangen soll im Rahmen der Innenstadtsanierung aufgewertet werden. | Bild: Jürgen Liebau

Auch in Furtwangen freut man sich, dass vom Land quasi der gesamte Zuschuss fließt, wie er von der Verwaltung auch beantragt wurde. „Mit dem Aufstockungsantrag wird zum einen der bisher schon überzogene Förderrahmen abgedeckt“, berichtet Bürgermeister Josef Herdner zur Verwendung der halben Million Euro.

Darüber hinaus werde damit noch das Areal um die Alte Post und der Abbruch des Furtwängler Gebäudes mit Anlegen von Parkplätzen hinter dem Mehrgenerationenhaus­ realisiert. Denn bislang stehe noch die Neugestaltung beziehungsweise Sanierung des Areals um die alte Post, das Furtwängler-Gebäude sowie der Abbruch des EGT-Gebäudes in der Bahnhofstraße an.

Im Rahmen der Sanierung Innenstadt II fand seit 2013 auf dem Köpfer-Areal ein Rückbau statt, auch die ehemalige Schule in der Baumannstraße wurde abgerissen. Der Straßenzug erhielt außerdem ein neues Erscheinungsbild.

200  000 Euro für Vöhrenbach

1,1 Millionen Euro an Städtebaumitteln fließen insgesamt ins obere Bregtal. In Vöhrenbach steht unter anderem die Krankenhausstraße im Fokus der innerstädtischen Aufwertung.
1,1 Millionen Euro an Städtebaumitteln fließen insgesamt ins obere Bregtal. In Vöhrenbach steht unter anderem die Krankenhausstraße im Fokus der innerstädtischen Aufwertung. | Bild: Marc Eich

Ebenfalls bereits seit 2013 läuft in Vöhrenbach die Sanierungsmaßnahme Stadtkern III. Die Förderung hierfür wurde nun um 200  000 Euro aufgestockt, um die städtebaulichen Maßnahmen realisieren zu können. Vonseiten der Stadt Vöhrenbach sind in dieser Maßnahme unter anderem die Gehwegsanierung in der Villinger Straße, Gesamtsanierung der Krankenhausstraße – die nun wieder aufgenommen werden soll -, der bereits erfolgte Abbruch des Gebäudes Unteranger 2 und die Neugestaltung des gesamten Areals, die energetische Sanierung des Rathauses sowie die Neugestaltung im Bereich Ost der Adolf-Beermann-Straße enthalten.

Auch Privatpersonen hatten die Möglichkeit, für umfassende und nachhaltige Modernisierungsmaßnahmen Förderungen zu erhalten.