Unscheinbar plätschert der Rötenbach durch den Ort, vorbei am Rathaus, um über die urwüchsige Rötenbachschlucht dann vor Stallegg in die Wutach zu fließen. Doch der kleine Fluß, der bei Starkregen auch schon mal über die Ufer steigen kann, macht der Gemeinde Friedenweiler in Rötenbach auch Probleme. Deshalb hat der Gemeinderat mit Bürgermeister Josef Matt beschlossen, einen Antrag beim Regierungspräsidium zur Förderung der Aufwertung des Rötenbachs einzureichen. "Diese Maßnahme ist nicht ganz unumstritten", erklärt Josef Matt. "Ich denke aber, wir müssen Ratschläge von mehreren Fachleuten einholen", so Matt weiter. Eine solche ökologische Aufwertung sollte langfristige Vorteile bringen, vor allem hinsichtlich der Sedimentablagerung. Der Kies bleibe im Bachbett einfach liegen, der dann mit geogener Belastung von der Gemeinde teuer entsorgt werden müsste. Das Ausheben dieses Sediments sei im Übrigen auch immer ein Eingriff in den Naturraum der in Bach angesiedelten Kleintiere. "Diese sind bei der Aushebung in ihrem Lebensraum beeinträchtigt" , informierte der Bürgermeister.

Im Juli 2016 mussten 100 Kubikmeter arsenhaltiges Sediment aus dem Rötenbach gebaggert werden. Nun sucht man eine nachhaltige Lösung, wobei die Miniaturmühle im Bach und die Wasserentnahmestellen für die Feuerwehr erhalten bleiben sollen. Die Verlandung am Bach zwischen Kurparkbrücke und Rathausbrücke sorgt schon seit Jahren für Diskussion.

Nicht nur die Anwohner und Besucher sehen die Versandung, auch bei dem Entenrennen des Bachfestes konnten die Kinder und Erwachsenen dieses hautnah miterleben. Schon im Jahr 2015 gab es eine Begehung, die dann ein Jahr später zur Ausbaggerung des Bachbetts führten. Ein Problem sei sicherlich auch die geringe Fließgeschwindigkeit, wie damals die Ingenieure urteilten.

Nun hofft man im Rathaus auf die Zuschüsse und Ideen, um eine langfristige Lösung zu finden.