"In Retäbach huckt de Deifel uff em Dach", dieser Spruch ist nicht nur im Löffinger Ösch geläufig. Zwar kennt man den Grund dafür nicht ganz genau, doch sicherlich dürfte es in Rötenbach sehr oft gebrannt haben. Dort waren nicht nur drei Ziegeleien angesiedelt, die nicht so brandsicher als heute gebaut waren, sondern es führte die Höllentalbahn mit den Feuerfunken sprühenden Dampfrössern mitten durch den Ort und so manches Haus am Bahndamm wurde ein Raub der Flammen.

All dies gehört schon längst der Vergangenheit an, geblieben sind allerdings die Teufel in der Rötenbacher Fastnacht. In früheren Zeiten führten die Rötenbacher auf ihrem Wagen eine große Pfanne über dem Hexenfeuer mit. Dies hat sich seit der Neugründung geändert. Ganz ihrer Geschichte bewusst, ist der Teufelwagen auch einer Dampflock nachgebaut. Herausragend an diesem Wagen sind die Originallampen aus dem Jahr 1940. Zehn Monate Bauzeit und 1800 Arbeitsstunden wurden benötigt, um den Teufelwagen fertigzustellen.

Kein Feuer, aber fetzige Musik 

So lange dauerten die Vorbereitungen auf die Höllennacht am heutigen Samstagabend, 2. Februar, nicht. Trotzdem steckt auch hinter diesem Höllenspektakel eine Menge an Zeit und Arbeit, um aus der Benedikt-Winterhalder-Halle eine Teufelsgrotte zu gestalten. In Rot und Schwarz ist die Halle getaucht, geschmückt mit Teufeln, eingetaucht in ein schön-schauriges Lichtermeer wird die Atmosphäre eines Hexenloch nachempfunden.

Nicht mit Feuer wird den Besuchern eingeheizt, sondern mit fetziger Musik. Für diese sorgen DJ Matze, ein Freiburger Moderator. Angesagt haben sich auch schon mehrere Guggenmusiken, welche die Stimmung zum Brodeln bringen werden. Die große Bühne ist hergerichtet und die umfangreiche Technik für den perfekten Sound eingerichtet. Geöffnet hat auch die Rockkeller-Bar, hier kommen die Hard Rock Fans auf ihre Kosten. Die Cocktail-Fans treffen sich an der Caipibar. Vergünstigten Einlass haben die Hästräger.

Nicht zu diesem Höllennachtspektakel dürfen Jugendliche unter 18 Jahren. Die Ausweiskontrollen werden konsequent durchgeführt, so Hansi Wetterer.

Anzutreffen sind die Rötenbacher Hexen bei der Köhlergaudi am 22. Februar um 19 Uhr in Unterbränd, beim Fuhrmannstag in Dittishausen am 24. Februar, bei der örtlichen Fasnacht, am 4. März geht es zum Umzug nach Schluchsee und ein Tag später geht es nach Ewattingen.