Mit dem Dorfladen verfügt Rötenbach über ein beachtliches Alleinstellungsmerkmal in der Region. Das ambitionierte Projekt genießt Vorzeigecharakter, auch im Hinblick auf die Ehrenamtsarbeit und sichert die Nahversorgung. "Der Dorfladen ist auch ein wichtiger Kommunikationstreff", unterstreicht Helmut Büchele, Vorsitzender des Gesellschafterrats.

  • Historie: Die Geschichte des Dorfladens beginnt mit dem Ende der 115-jährigen Ära des Kaufhauses Manock, welches im Mai 2013 aus Altersgründen die Türen schloss. Dank der gegründeten Initiative konnten zahlreiche Bürger, die Gemeinde, Institutionen und Helfer gefunden werden, welche mittels der Gründung einer Genossenschaft den Dorfladen aus der Taufe hoben.
  • Genossenschaft: Die Genossenschaft mit 230 Anteilseigner zeichnete Einlagen in Höhe von 74 000 Euro. Die Anteilseigner stammen aus der Region, von Vereinen, sind aber auch Dorfladen-Fans von der Schweiz bis England. Als Gesellschafterrats-Vorsitzender wurde Helmut Büchele gewählt, die ehrenamtliche Gesellschaftsleitung liegt bei Therese Wolf. Die Genossenschaft hat fünf festangestellte Verkäuferinnen und rund 30 ehrenamtliche Helfer.
  • Ehrenamtliche Helfer: Der Dorfladen kann als Vorzeigeobjekt und in vielerlei Hinsicht bezeichnet werden. Eine davon ist die Ehrenamtsarbeit, die hier besonders ausgeprägt ist. Dies fing bereits beim Umbau an. Hier waren es vor allem Rötenbacher Bürger und Handwerker, welche über 1500 Stunden ehrenamtlich renoviert haben, so dass am 12.
    Dezember 2013 ein modernes einladendes Geschäft mit viel Flair eröffnet werden konnte. Auch heute stehen 30 Ehrenamtliche zur Verfügung, um einzuräumen, Büroarbeiten zu tätigen, zu putzen, Inventur zu machen, Fahrdienste zu leisten und vieles mehr.
  • Kommunikationstreff: Durch den Dorfladen ist die Nahversorgung gesichert. Doch der Rötenbacher Dorfladen ist weitaus mehr als nur eine Einkaufsmöglichkeit. Nicht zu unterschätzen ist der Kommunikationstreff, den das Café bietet. Die Organisatoren bieten hier viele Möglichkeiten – vom Kaffeeklatsch über den Dorfladen-Cego, Kreativmarkt bis hin zum Kinderflohmarkt wird hier alles für junge Familien bis hin zu den Senioren geboten.
  • Regionalität: Im Dorfladen gibt es sehr viele regionale Lieferanten und Produkte von Direktvermarkter. "Damit setzt man ein klares Zeichen", so Helmut Büchele, "um die Infrastruktur zu stärken." Die Arbeitsplätze werden also nicht nur durch den Dorfladen selbst gegeben mit fünf Festangestellten, sondern auch die Stärkung der Landwirtschaft wird mit diesem Konzept unterstützt.
  • Fahrdienst: Seit geraumer Zeit gibt es immer donnerstags einen Fahrdienst von Friedenweiler nach Rötenbach und zurück. Auch hier engagieren sich ehrenamtliche Helfer, um den Kleinbus zu steuern. Außerdem bietet der Dorfladen einen kostenlosen Lieferservice nach Hause, um hier Gehbehinderte oder Kranke zu unterstützen.

Verstärkung willkommen

Im Dezember 2013 wrude der Rötnbacher Dorfladen als Genossenschaftsladen eröffnet. Bereits 2015 wurde eine schwarze Null gechrieben und ein Gewinn von 5000 Euro erwirtschaftet. Über 2400 Artikel gibt es im Dorfladen, der sich in zahlreichen Aktionen auch sozial einsetzt. Mit Aktionen wie „Armut gibt es auch in unserer Nähe“ wurde etwa im Dezember ein Spendenaufruf für die Hochschwarzwälder Tafel gestartet. Wer mithelfen möchte, etwa beim Einräum-Team, kann sich unter der Telefonnummer 07654/8743 melden. (pb)