Einer der Höhepunkte ist der Umzug am Sonntag, zu dem etwa 2900 Hästräger erwartet werden. 1974 wurde mit den Wurzelbrüdern die erste Fastnachtsfigur geschaffen, die 1992 mit dem weiblichen Pendant – das Tannenwiebli – ergänzt wurde.

  • Narrentreffen: Mit einem Freundschaftstreffen der Schwarzwälder-Narrenvereinigung, hier ist man Vollmitglied, einem Brauchtumsabend, einem Kinderumzug, Nachtumzug und Jubiläumsumzug, wird der runde Geburtstag der Friedenweiler Narren gefeiert. Am Freitag, 17. Februar, geht es mit dem Brauchtumsabend in der Benedikt-Winterhalder-Halle los. Zum Kinderumzug am Samstag, 18. Februar, 13.30 Uhr, haben sich bereits 13 Gruppen angesagt und für den Sternmarsch am Abend um 18.30 Uhr 21 Gruppen, für den großen Jubiläumsumzug am Sonntag, 19. Februar, 50 Gruppierungen.
  • Geburtsstunde: Fastnacht wird in Friedenweiler natürlich schon viel länger gefeiert, doch erst am 14. Januar 1967 wurde im Gasthaus Steppacher der Narrenverein aus der Taufe gehoben. Die 40 Gründungsmitglieder wählten Ernst Schwörer aus Kleineisenbach zu ihrem Narrenvater. 1969 übernahm Hansi Knoll das Zepter, mit welchem der Steppacherwirt 32 Jahre die Narren mit großem Engagement führte.
    Es folgte für sieben Jahre Bernhard Dietrich und seit 2008 führt Christian Löffler den Verein mit 71 Aktiven.
  • Wurzelbrüder: Die erste Fasnetfigur ist der Wurzelbruder, ein Dämon aus dem Klosterwald, die seit 1974 die Fastnacht bereichert. Die Waldmaske des Schnitzers Benni Schwarz und das Häs mit dem mit Vögeln des Waldes und Tannenzweigen bemalten Kittel, die Fellhose sowie der Wurzelstock, lassen unschwer die Herkunft dieses den Menschen wohlgesinnten Waldgeistes erahnen. Die Wurzelbrüder zeigten verirrten Jägern und Bauern den Weg zurück, trieben aber auch so manchen derben Spaß und legten den Menschen harte Strafen auf. Zu hören sind sie heute nur noch während der närrischen Tage mit ihrem durchdringenden „Wijäh, Wijoh“. 1973 wurden die ersten sechs Wurzelbrüder vorgestellt, unter den Masken und im Häs steckten Gerhard Ebi, Otmar Frei, Gerhard Kleiser, Albert Laule, Wilfried Tröndle, Michael Tröndle und Friedrich Winterhalder. Nur Männer dürften in diese Gestalt schlüpfen.
  • Tannenwible: 1992 wurde mit dem Tannenwible die weibliche Gestalt, ebenfalls mit Heimat des Klosterwaldes, geschaffen und damit auch die engagierten weiblichen Narren fest integriert. Das Häs entstammt der Kreativität von Regina Tröndle, die Maske stammt ebenfalls von Benni Schwarz. Die Glattlarve zeigt ein freundliches, lebensfrohes Gesicht. Das Häs mit dem Lodenhut zeigt, dass dahinter kein Waldgeist steckt, sondern eine Bewohnerin des Waldes, die mit freundlicher Hilfe allen, die in Not geraten sind, mit Rat und Heiterkeit begegnet.

Busshuttle

Gefeiert wird von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Februar. Für Samstag und Sonntag haben die Verantwortlichen um Narrenvater Christian Löffler einen Busshuttle mit vier Linien organisiert. Dieser holt die Narren ab und bringt sie zurück aus Bonndorf, Bad Boll, Göschweiler, dazu Bräunlingen, Unterbränd, Dittishausen, Löffingen, ebenso aus Eisenbach, Neustadt, Rötenbach und auch aus Döggingen, Unadingen, Bacheim, Reiselfingen und Seppenhofen. Dazu wird ein Pendelbus zwischen Friedenweiler und Rötenbach eingesetzt.(pb)