Hohe Ehrung für eine verdiente Persönlichkeit: Im Rahmen eines Festakts wurde am Freitag der langjährige ehemalige Friedenweiler Bürgermeister und Ehrenbürger Clemens Hensler mit der Staufermedaille ausgezeichnet. Staatssekretärin Bärbel Mielich nahm die Auszeichnung des 63-jährigen Vorbildbürgers vor.

  • Vorbild: "Clemens Hensler hat diese hohe Auszeichnung mehr als verdient", unterstrich Bürgermeister Josef Matt. Es war keine leere Phrase, denn schnell wurde den zahlreichen Ehrengästen bewusst, hier wird ein Mann mit Vorbildcharakter ausgezeichnet. Clemens Hensler habe als Bürgermeister nicht nur Verantwortung übernommen, sondern sich selbst mannigfach ehrenamtlich eingebracht. Nicht nur während seiner 32-jährigen Amtszeit als Gemeindeoberhaupt, sondern dieses bürgerschaftliche ehrenamtliche Engagement dauere bis heute an, unterstrich sein Nachfolger Matt. Gerade bei der 1200-Jahr-Feier habe Clemens Hensler sein Wissen, sein Organisationstalent und seine Arbeitskraft wieder einmal zum Wohle der Bürger und der Gemeinde eingebracht, so Josef Matt. Sowohl Matt, als auch Clemens Hensler erinnerten an ein paar wesentliche Punkte in der 32-jährigen Bürgermeisterära. In der Laudatio von Bärbel Mielich zeigte sich, dass Hensler auch schwierige Situation zu bewältigen hatte. "Als Bürgermeister hat er Weichen gestellt, etwa bei der nicht einfachen Fusion der beiden Gemeinden Friedenweiler und Rötenbach. Er hatte immer das Wohl der Gemeinde und der Bürger im Blick und war als Mann der möglichen Fördertöpfe bekannt. "Es ist unglaublich, welche Aktivitäten Clemens Hensler erbracht hat", sagte Bärbel Mielich in ihrer Laudatio. Clemens Hensler sagt von sich aus: "Ich wollte kein Gutbürgermeister sein, aber ein guter Bürgermeister. Heimatverbunden, bürgernah, mit dem Ziel, gemeinsam neue Wege zu gehen, nicht als Chef sondern als primus inter pares". Schwierige Situationen waren der Konkurs des Sägewerks, die Schließung des Caritas-Kinderheims und die Insolvenz des Baers Hotels.
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  • Mann des Ehrenamts: Er sei selbst etwas erschrocken gewesen über den Umfang seiner Tätigkeiten und Mitgliedschaften, meinte Clemens Hensler. Mitglied in über 30 Vereinen, in vielen davon setzte er als Vorsitzender Akzente. "Das allerwichtigste war die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, des Wir-Gefühls", so interpretiert Clemens Hensler seine langjährige Arbeit als Bürgermeister und im Ehrenamt. So scheute er sich nicht bei Festen mitzuhelfen, als Handlanger bei Baumaßnahmen sich einzusetzen und somit auch Zeichen zu setzen. Hensler war 16 Jahre Vorsitzender der Jugendmusikschule Hochschwarzwald, setzte auf die Völkerverständigung mit dem Austausch der Musikschüler aus St. Petersburg. Er war 16 Jahre Vorsitzender des DRK Ortsvereins und hat sich in der Heimatgeschichte wesentlich mit eingebracht. So auch als Mitbegründer des Vereins für Kultur- und Denkmalspflege, er war in der VHS, Vinzenciusverein, Krankenpflege Verkehrswacht, Kneippverein, und auch im CDU Ortsverein aktiv mit dabei.
  • Freundschaften brauchen Zeit: Der Blick auf den Gemeinderat macht Hensler froh und dankbar: "Wir alle mussten und wollten uns aneinander gewöhnen. Mit der Zeit ist Vertrauen gewachsen, Respekt, ja sogar Freundschaften. Bei mir war absolute Bürgernähe angesagt." Es spricht für sich, wenn der jüngste Bürgermeister (bei seiner Wahl) sich das Vertrauen gestandener Politiker erwirbt, durch Wissen gepaart mit diesem sozial-engagierten Gedanken. Vieles hat er auf den Weg gebracht, um der Gesamtgemeinde Infrastruktur und Liebenswürdigkeit zu geben.