Ein mehrtägiges Narrenfest mit einem Freundschaftstreffen der Schwarzwälder Narrenvereinigung krönte bei Kaiserwetter das 50-jähriges Bestehen des Narrenvereins Friedenweiler.

Tausende Besucher wollten sich am Sonntag den großen Umzug von 50 Narrenzünften von Offenburg bis Tübingen nicht entgehen lassen. So kamen die Narrenzunft Horb mit gleich drei Bussen, die Guggenmusik Tüüfelshusare machte sich aus der Schweiz auf den Weg, die Narrenzunft Stoanemer Sadbolla kamen aus der Nähe von Tübingen und die Narrenzunft Krabbenaze Bohlsbach vertraten den Oberrhein (Offenburg). In großer Anzahl waren die Narrenzünfte aus der Region vertreten, wie etwa Brigachtal, Hochemmingen, Pfohren, Behla, Unterkirnach und die Oasemali aus Tannheim, um nur einige zu nennen. Das Löffinger Ösch kam ebenfalls zum Jubiläum, neben den SNV-Mitgliedern wie Bachheim, Rötenbach, Reiselfingen kam auch Unadingen und die Löffinger Laternenbrüder imponierten auf ihrem Fässlewagen.


Dieser Umzug war eine Hommage an das Fastnachtsbrauchtum, was das Präsidium der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) mit Gerd Kaltenbach an der Spitze, aber auch Landrätin Dorothea Störr-Ritter gerne aufnahm. Die Fastnachtsfiguren sind immer mit der Heimatgeschichte verbunden, zeigen alte Handwerkskunst wie Glasbläserei von Herzogenweiler oder die Uhrmacherzunft aus Eisenbach, haben aber auch imposante Figuren wie die Reiselfinger Goris, die Zunft aus Titisee mit ihrem großen Narrenschiff Santa Maria oder das Vogelnest von Döggingen. Die zahlreichen Hexen hatten nur eines im Sinne – Mädchen. Sie wurden in alten „Schesen“ transportiert, in Netzen eingeschnürt oder im Karussell auf dem Hexenwagen festgehalten. Auch so mancher Besucher bekam eine Ladung Konfetti oder Stroh ab. Für die vielen Kinder am Straßenrand gab es dafür Süssigkeiten im Überfluss.

Viel zu lachen gab es, als sich der Schatzmeister der SNV, Alfons Romey, bei der Uhrmacherzunft Eisenbach vor großem Publikum – auf den Knien – für seinen Faxpaus bei einer kürzlichen Veranstaltung entschuldigen musste.

Zusammen mit der Beirätin für Brauchtum, Anne-Rosel Schwarz, stellte er die einzelnen Gruppierungen mit zahlreichen Hintergrund-Informationen vor.

 

Umzugsteilnehmer

50 Narrenzünfte kamen gestern zum Freundschaftstreffen nach Friedenweiler, etwa Herzogenweiler, Obereschach, Neustadt, Tannheim, Unterkirnach, Bachheim, Hochemmingen, Hubertshofen, Niedereschach, Pfohren, Rötenbach, Aufen, Neudingen, Waldhausen, Behla, Wolfbach, Schabenhausen, Bärental, Reiselfingen, Döggingen, Eisenbach, Hausen vor Wald, Ewattingen, Oberbränd, Horb, Grafenhausen, Talheim, Brigachtal, Mundelfingen, Hölzlebruck, Löffingen, Fürstenberg, Titisee, Unadingen, Schwärzenbach oder Rudenberg. (pb)