Es war ein denkwürdiges Ereignis gestern Nachmittag, der Spatenstich für die Tank- und Rastanlage an der Bundesstraße 31, die vor allem die Problematik der fehlenden Ruheplätze des Schwerlastverkehrs in der Region entzerren soll. Die Gesamtkosten für die Anlage liegen bei rund 10,2 Millionen Euro, von denen 9,4 Millionen Euro der Bund und 800 000 Euro die Privatinvestorin Katrin Vollmer trägt, die darüber hinaus angrenzend einen Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb plant, informierte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer gestern vor vielen Gästen aus der Politik wie Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner, Behördenvertretern, Baufirmen, den Bürgermeistern Josef Matt, Tobias Link und Alexander Kuckes und nicht zuletzt die vielen Bürger, die dieser Stunde beiwohnen wollten.

  • Tag der Freude: „Es ist ein Tag der Freude“, unterstrich Referatsleiter Gerald Schmidt, „für die Region, für die Lkw-Fahrer, aber auch für die touristische Infrastruktur“. Ohne die beiden Macher Bürgermeister Josef Matt aus Rötenbach – wobei sein Vorgänger Clemens Hensler miteinzubeziehen sei – und die Investorin Karin Vollmer aus Titisee-Neustadt hätte es sicherlich noch länger gedauert. Bärbel Schäfer sprach von einem geschichtsträchtigen Tag, der vor 25 Jahren begann und heute nun realisiert werde. Vor allem die Durchsetzungskraft Matts und Vollmers, auch gegen so manche Hindernisse und den Mut nicht aufzugeben, sondern für die Zukunft der Region zu investieren, hob Bärbel Schäfer besonders hervor.
  • Verkehr nimmt zu: "Der Verkehr auf der Ost-West-Verbindung ist gestiegen, auf der B 31 um elf Prozent",informierte Bärbel Schäfer. Der Schwerlastverkehr habe sorgar um 14 Prozent zugenommen. Die Gesetze verlangen von den Fahrer Ruhezeiten, allerdings fehlen Parkplätze mit einer entsprechenden Infrastruktur. An der Tank- und Rastanlage entstehen nicht nur 40 Stellplätze für Lastwagen, sondern auch Duschen, WC und Gastronomie. Für die Lasterfahrer somit ein Stück mehr Menschenwürde, waren sich alle Beteiligten einig, die Tank- und Rastanlage sei eine Wertschöpfung für die Region.
  • Neue Arbeitsplätze: Von dieser Anlage partizipieren auch die Touristen und auch die Bürger, die hier Arbeitsplätze finden könnten, hofft Matt. "Bei der Schließung des Rötenbacher Sägewerks gingen 55 Arbeitsplätze verloren", so Matt. Wichtig sei gewesen die Bürger mitzunehmen und auch dem Naturschutz sein Recht einzuräumen. So habe man eine ideale Lösung für die dort lebende Auerhenne gefunden, so Bärbel Schäfer.
  • Zweite Anbindung nötig: Nach dem Spatenstich appellierte die Investorin an die Politiker, sich auch für die Anbindung von Donaueschingen an die Tank- und Rastanlage stark zu machen. Das Beispiel Löffingen zeige wie wichtig die Anlage für beide Seiten sei, also von Freiburg und von Donaueschingen kommend.
  • Gemeinsames geschaffen: „Zu jeder bedeutenden Tat gehört eine gewisse Naivität, um nicht vor der Größe des Vorhabens zurückzuschrecken“, sagte Investorin Karin Vollmer. Drei Partner (Regierungspräsidium, Gemeinde Friedenweiler und Investorin Karin Vollmer mit Berater Martin Lindler) hätten sich gefunden, um nach langer gemeinsamer Arbeit nun das Ziel zu erreichen. Das Seniorenblasorchester unter Wolfgang Spiegelhalter untermauerte den Spatenstich mit Blasmusik.