„Endlich geht es los“, sagt Bürgermeister Josef Matt, der sich ein Bild vor Ort von den Rodungsarbeiten machte. Insgesamt werden rund 1000 Festmeter auf einer Fläche von 3,8 Hektar gefällt werden, wie Revierförster Christof Birkenmeier bestätigt. Der Bestand am Holzhackerweg ist zwischen 100 und 120 Jahre alt. Gefällt werden sollen täglich 60 Bäume, sodass die Arbeiten bis zum 18. November abgeschlossen werden können. Die Waldrodung wird teilweise auch den Verkehr auf der B31 beeinflussen, allerdings erst Mitte November. Dann soll der Verkehr mittels einer Ampel geregelt werden.

Keine einfache Aufgabe haben derzeit die Forstwirte Roland Siebler und Martin Rappenegger mit ihrer Rotte Dirk Drescher und Franz Dietrich. Hier zeigt sich die Bedeutung des interkommunalen Gewerbegebiets, was ebenso beim Holzverkauf, durch Karl Meister zum Tragen kommt. Die hochstämmigen Fichten mit einer Länge von 30 bis 35 Meter Baumhöhe erfordern einen Fallbereich von rund 70 Meter. So ist für Wanderer oder Pilzsammler derzeit dieser Bereich tabu. Während die Waldarbeiter mit der Motorsäge am Werk sind, wartet nebenan schon die große Rücke-Maschine. Auch an der Grenze zum Sägewek müssen noch Bäume gefällt werden. Nach den Rodungsarbeiten, so Bürgermeister Josef Matt, werd Investorin Karin Vollmer noch Bodenproben durchführen lassen, um die Standfestigkeiten abzuklären.

Die Erwartungen nicht nur im Gemeinderat sind groß. Dieser hatte bekanntlich einstimmig den Plänen für die Tank- und Rastanlage zugestimmt. Gemeinderat hofft, dass nicht unerwartete Probleme auftauchen. Vor allem die Lasterfahrer suchen dringend nach Parkplätzen, da diese an der B31 immer besetzt sind und die Fahrer dann in Gewerbegebiete, wie in Löffingen, ausweichen müssen. Die Tank- und Rastanlage wird im Zuge des dreispurigen Ausbaus der B31 durchgeführt. Bürgermeister Josef Matt hofft auf eine gute Lösung der Anbindung von Rötenbach mit Rötenbach West und Mitte. Auf jeden Fall werde das dortige Siedlungsgebiet durch einen Lärmschutzwall gesichert. Das Lärmschutzgutachten hatte auch einen aktiven Lärmschutz gefordert.

Das Projekt

Ein erster großer Schritt für die geplante Tank- und Rastanlage im Rahmen des dreispurigen Ausbaus der B31 im Bereich Rötenbach ist durch die derzeitige Waldrodung gestartet. Investorin Karin Vollmer plant den Baustart der Tank und Rastanlage Ende März, Anfang April 2017. Als erstes werden die Erschließungsstraße und die Tankanlage realisiert werden. Auf der Sondergebietsfläche 3 soll ein Beherbergungs-, Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe für Reisebedarf erstellt werden. Gleichzeitig sollen auch 40 Lasterstellplätze geschaffen werden, die das Parkproblem in der gesamten Region entzerren sollen. (pb)