Erneute Rekordumsätze, das einjährige Bestehen des Montagewerks in Polen und die Vorbereitungen zum Produktionsbeginn am neuen Standort in Mexiko kennzeichnen die erfolgreiche Jahresbilanz der Franz Morat Group, wie Geschäftsführer Gökhan Balkis bei der Weihnachtsfeier in Bräunlingen bilanzierte. „Die nächste Etappe zur 100 Millionen Euro-Marke, die in der Unternehmensstrategie Target 100 als Umsatzziel ausgegeben wurde, ist absolviert. Mit einem Gesamtumsatz von 76,6 Millionen Euro geht die Umsatzentwicklung kontinuierlich bergauf. In den vergangenen sieben Geschäftsjahren konnte die Franz Morat Group den Gesamtumsatz verdoppeln“, unterstrich Balkis.

Für 2017 kündigt Balkis einen deutlichen Umsatzanstieg an. Im kommenden Jahr werde eine Steigerung auf 85,3 Millionen Euro angepeilt. Hierfür gibt es zwei Hauptgründe: Zum einen werden 2017 zahlreiche Großprojekte der Antriebstechnik in Serie gehen, die sich bereits seit einigen Jahren in der Entwicklungsphase befinden. Auch für die Business Units Zahnradtechnik und Schneckenradsätze konnten renommierte Kunden und zukunftsweisende Aufträge gewonnen werden. In diesem Geschäftsbereich lagen laut Balkis in den vergangenen Jahren gewisse Engpässe in der Neu-Akquise vor. „Es freut mich persönlich sehr, dass wir hier zahlreiche Neu-Projekte in der Pipeline haben“, ergänzt er.

Einen wesentlichen Beitrag wird der neue Produktionsstandort im mexikanischen Automobilgürtel in Lerma beisteuern. Bereits bei der letztjährigen Betriebsfeier berichtete Balkis von der Gründung eines Spritzgießwerkes in Mexiko. Inzwischen wurden die ersten Maschinen am neuen Standort in Betrieb gesetzt und im Februar 2017 startet die Serienproduktion von zahlreichen Kunststoff-Komponenten für Komfortantriebe für die Automobil-Industrie. „Nachdem die neuen mexikanischen Kollegen die vergangenen drei Monate zur Einarbeitung in Eisenbach verbracht haben, werden Anfang 2017 fünf Mitarbeiter aus Eisenbach nach Lerma entsandt, um einen reibungslosen Auftakt vor Ort zu begleiten“, so Balkis weiter.

Der Ausbau der internationalen Aktivitäten sei laut Balkis nach wie vor das zentrale Element, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. In seinem Jahresrückblick berichtet der Geschäftsführer der Franz Morat Group über die Erfahrungen der ersten 18 Monate am Mitte 2015 in Betrieb genommenen Montage-Standort in Polen. „Ich würde die Entscheidung wieder genauso treffen, wie vor zwei Jahren“, sagt Balkis. Framo Morat Polska werde in der Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten, um zu wachsen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Balkis richtete sich anschließend mit Dankesworten an die beiden Gesellschafter Robert und Daniel Morat, die die Wachstums-Strategie seit Jahren mit hohen Investitionen unterstützen und somit die Basis schaffen, um weiter wachsen zu können. 2016 wurden 5,5 Millionen Euro in Maschinen und Peripherie investiert. Robert Morat, der die Belegschaft im Namen der gesamten Familie Morat begrüßte, bedankte sich ausdrücklich für die harte Arbeit im zu Ende gehenden Geschäftsjahr. „Der ambitionierte Prozess des Wachstums kostet Kraft und Geld“, so Morat. Aber diese Anstrengungen seien alternativlos, denn man wolle nachhaltig, gesund und organisch wachsen, um weiterhin erfolgreich am Standort Eisenbach zu bleiben und die Arbeitsplätze langfristig zu sichern.