Bummelnde Menschen in den Einkaufsstraßen, gut besuchte Restaurants und Weihnachtsfeiern: Zweifelsfrei ist die Adventszeit verlässlich einkommensstark für Unternehmer im Städtedreieck. Das Coronavirus macht dem aber einen Strich durch die Rechnung, denn der Lockdown wurde jüngst bis Weihnachten verlängert.

Mundschutz, Isolation und Lockdown verändern unseren Alltag. Besonders betroffen sind heimische Unternehmen.
Mundschutz, Isolation und Lockdown verändern unseren Alltag. Besonders betroffen sind heimische Unternehmen. | Bild: Trippl, Norbert

„Kultur wird es weiterhin geben“

Die Donaueschinger Kulturamtsleiterin Kerstin Rüllke sagt: „Der Lockdown ist ein Desaster für die Künstler.“ Denn Konzerte und Veranstaltungen für die Zeit nach dem Lockdown seien schwer planbar; die Regeln würden sich oft kurzfristig ändern. Doch Rüllke stehe im Austausch mit Musikern. „Man muss abwarten, wie es kommen wird.“ Keiner dürfe von einer falschen Sicherheit ausgehen, sagt Rüllke. Sie verspricht: „Kultur wird es in Donaueschingen auch weiterhin geben.“ Man wolle in näherer Zukunft so viele Veranstaltungen wie irgendwie möglich durchführen. Dabei zeigt sie sich hoffnungsvoll, da aktuell Alternativen gesucht würden.

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Veranstaltungstechniker Peter Hübsch aus Hüfingen sagt: „Die Branche fühlt sich von der Politik allein gelassen.“ Es gebe keine passenden Hilfspakete, obwohl die Branche seit des ersten Lockdowns sehr leide. Die Novemberhilfen gelten nicht für seine Branche, so Hübsch. Sie seien nur beantragbar, wenn ein Unternehmen 80 Prozent Umsatzeinbuße habe. „Die Uhr steht bei uns weit nach zwölf“, denn die Branche erleide in der Vorweihnachtszeit zwei Drittel weniger Umsätze. „Die derzeitige Situation ist deprimierend, da auch Veranstaltungen wie die Fastnacht für kommendes Jahr abgesagt wurden“, sagt Hübsch.

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Auch Patrick Schmoll, Vorsitzender des Gewerbevereins Donaueschingen, spürt die Lockdown-Auswirkungen deutlich: „Mir fehlt die Laufkundschaft sowie die Touristen. Die Innenstadt ist leer.“ Laut Schmoll könne die Wirtschaft den Lockdown nicht mehr lange verkraften, auch wenn er noch Hoffnung hinsichtlich des Weihnachtsgeschäfts habe. Er sei dankbar für seine Kunden, die ihm den Rücken stärken.

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