Die Seele baumeln lassen und dabei die Natur genießen. Wo geht dies besser als an der schönen jungen Donau? Und dabei noch einen Fisch fangen, den man im Anschluss essen kann. Genau dies machen die Mitglieder der Anglergesellschaft Villingen. Der 100 Jahre alte Verein hat seit jeher die Pacht der Gewässer zwischen Gutmadingen und Neudingen, Zimmern bei Geisingen, Villingen und Unterkirnach übernommen.

Nicht nur die Donau, sondern auch die Sicht auf den Fürstenberg lässt den Donauabschnitt zwischen Gutmadingen und Neudingen zu einem wahren Paradies werden.
Nicht nur die Donau, sondern auch die Sicht auf den Fürstenberg lässt den Donauabschnitt zwischen Gutmadingen und Neudingen zu einem wahren Paradies werden. | Bild: Andrea Wieland

Was das bedeutet? Die Vereinsmitglieder haben einerseits die Berechtigung, an der Donau an diesen Stellen zu angeln, müssen aber andererseits auch die Pflichten übernehmen, die damit einhergehen: „Für mich hat das Angeln sehr viel mit dem Spaß am Aufenthalt in der Natur zu tun“, so Christian Föhrenbach vom Angelsportverein: „Ich schätze ich die Natur und will auch etwas zu ihrem Erhalt beitragen.“ Darunter ist beispielsweise zu verstehen, dass die Schonzeiten, in denen die Fische ihren Nachwuchs bekommen, beachtet werden müssen. Zu den Aufgaben gehören auch Besatz- und und Renaturierungsmaßnahmen, denn nur so kann der Fortbestand der Tiere gesichert und auch langfristig geangelt werden.

Verein mit eigener Aufzuchtanlage

„Die Besatzmaßnahmen beinhalten, dass wir in eigenen, regionalen Aufzuchtanlagen heimische Fische züchten. Dies ist sehr wichtig, um den Nachwuchs zu sichern. Die regionale Aufzuchtanlage hat den Vorteil, dass die Fische bereits in Donauwasser gezüchtet werden und somit später keine zu große Umgewöhnung haben, wenn wir sie freilassen“, so Christian Föhrenbach.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie kommt man eigentlich zum Angeln? „Viele unserer Mitglieder haben Eltern, andere Verwandte oder Bekannte, die angeln beziehungsweise geangelt haben und die ihnen so das Hobby nähergebracht haben. Bei anderen ist es die räumliche Nähe zu unseren Angelgebieten, die sie neugierig macht und dann zu uns bringt“, erklärt Christian Föhrenbach.

Der Köder muss dem Fisch schmecken: eine Box mit unterschiedlichen Insekten-Ködern.
Der Köder muss dem Fisch schmecken: eine Box mit unterschiedlichen Insekten-Ködern. | Bild: Andrea Wieland

Für das Angeln benötigen Erwachsene einen Fischereischein. Diesen kann man nach einer Prüfung im Landratsamt erwerben. Jugendliche von zehn bis 16 Jahren benötigen noch keinen Fischereischein, sondern es genügt, wenn ein Erwachsener mit Fischereischein sie beim Angeln begleitet. „Nach diesem Prinzip angeln unsere elf Jungfischer, die sich regelmäßig zum Angeln treffen. Unser Jugendwart angelt dann mit ihnen gemeinsam und bringt ihnen dabei einiges bei“, sagt Christian Föhrenbach. Diese Treffen gelten auch als Vorbereitung für den Fischereischein, denn bei der Absolvierung der Prüfung müssen die Prüflinge einiges Wissen: Neben den Schonzeiten der Fische, die sich über das komplette Jahr verteilen, werden zum Beispiel Fischkrankheiten sowie das korrekte Zerlegen der Fische und vieles mehr abgefragt. „Wir arbeiten beim Fischereischein mit dem Angelsportverein Wolterdingen und Donaueschingen zusammen. Diese bieten Kurse an, bei welchen die Theorie und Praxis gemeinsam erlernt werden kann“, berichtet Christian Föhrenbach.

Natur pur entlang des Donauradwegs zwischen Gutrmadingen und Neudingen.
Natur pur entlang des Donauradwegs zwischen Gutrmadingen und Neudingen. | Bild: Andrea Wieland

Zum Angeln benötigt man, wen wundert‘s, eine Angel. „Hier ist der Unterschied zwischen angeln und fischen. Fischen kann man auch mit einem Netz, geangelt wird, wie das Wort bereits sagt, mit einer Angel“, so Christian Föhrenbach. Um die Fische anzulocken, benötigt man noch Köder. Zur Auswahl des Köders ist es wichtig zu wissen, welchen Fisch man angeln möchte. Der Köder imitiert Tiere beziehungsweise Insekten, welche die Fische fressen. Neben Angel und Köder werden Watstiefel oder eine Wathose benötigt. Des Weiteren wird eine Kühltasche, ein Weidenkorb oder ein Eimer gebraucht, in denen man die toten Fische aufbewahren kann.

Tageskarten für Nichtmitglieder

Der Verein erlaubt es auch Nichtmitgliedern mit Tageskarten zu angeln. Wo genau diese Tageskarten erhältlich sind, ist auf der Homepage des Angelsportvereins Villingen unter www.anglergesellschaft-villingen.de zu sehen. Um nachvollziehen zu können, wie viele Fische geangelt wurden, müssen alle Angler mit Tageskarte und alle Mitglieder der Anglergesellschaft einmal pro Jahr ihre Fangkarte abgeben.