Eifrig haben die Kinder gegärtnert und mit viel Liebe ihren Schulgarten gepflegt. Selbst, als die Schulgarten-AG ausfallen musste, weil die Schüler der Erich-Kästner-Schule größtenteils zuhause unterrichtet wurden, wurde der Schulgarten nicht sich selbst überlassen. Der Hausmeister und auch diejenigen, die in der Notbetreuung vor Ort waren, kümmerten sich um das Projekt.

Nun aber gibt es anstatt strahlender Kindergesichter traurige Mienen

„Die Kinder haben in der vergangenen Woche gesehen, dass der Blumenkohl und die Kohlrabi bald geerntet werden können“, sagt die Schulleiterin Gabriele Lindemann. Allerdings sollte es dazu nicht mehr kommen. Denn am Montag stellten die Kinder fest, dass jemand schneller war als sie und Blumenkohl und Kohlrabi bereits geerntet waren. Irgendjemand war ihnen am Wochenende zuvorgekommen und hat sich im Schulkindergarten einfach bedient. Um blinde Zerstörungswut ging es in diesem Fall nicht, es war eine „fachmännische“ Ernte. Und es ist kein Einzelfall. „Außerdem wurden in den vergangenen Wochen immer wieder die Erdbeeren abgeerntet“, erklärt Lindemann.

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Normalerweise wird in Schulgarten nicht nur angebaut, die eigenen Erzeugnisse werden auch später in der Schulküche beim Backen und Kochen verwendet. Da das allerdings momentan nicht möglich ist, hätten die Kinder die Früchte oder vielmehr das Gemüse ihrer eigenen Arbeit mit nach Hause nehmen können. Um so größer war natürlich die Enttäuschung, als die Grundschüler plötzlich ihre leeren Beete erblickten.

„Wir bitten darum, dass dies nicht mehr passiert.“
Gabriele Lindemann, Schulleiterin

Es bleibt die Frage: Wer stiehlt eigentlich Grundschülern ihr Essen? „Wir haben ja immer wieder in den Abendstunden auch fremde Leute auf dem Schulhof, die da eigentlich nichts zu suchen haben“, erklärt Lindemann. Auch wüssten eben viele, wo sich der Schulgarten genau befindet. Der Dieb hat nicht nur leere Beete hinterlassen, sondern auch traurige Kinder. Deshalb die Bitte der Schulleiterin: „Wir bitten darum, dass dies nicht mehr passiert.“