Die Fasnet in Donaueschingen findet einen Weg – auch in Zeiten der Pandemie. Fand sie im vergangenen Jahr in digitaler Form statt, wird es zumindest 2022 wieder etwas Fasnet geben, wie man sie kennt.

Angefangen hat das bereits am Dreikönigstag, zu dem in Donaueschingen traditionell die Fasnet eröffnet wird. Mit einigen Musiker des Musikvereins Aufen und einigen Narren feierte der Frohsinn zumindest einen kleinen Auftakt in die Fasnet 2022.

Kein Zunftball

Worauf die Eschinger Fasnetsfans aber auf jeden Fall verzichten müssen, ist der beliebte Zunftball, der sonst immer eine Woche vor der Fasnet stattfindet und mit seinem professionellen Programm immer für einen vollen Mozartsaal sorgt. Für alle, die das ach so sehr schmerzt, haben wir hier den digitalen Zunftball aus dem vergangenen Jahr.

Ein Fasnetstag

Auch das traditionelle Fasnetsprogramm, das die Eschinger gewohnt sind, wird es wohl nicht in gewohnter Form geben. Für die Fasnet 2022 hat sich die Narrenzunft Frohsinn ein Art Kompromiss ausgedacht. Fasnet ja, allerdings in einer sicheren Variante. Geplant ist eine Art Miniatur-Fasnet, die in einem abgesperrten Bereich im Residenzviertel stattfinden soll. Das Ganze soll am Fasnet-Sonntag, 27. Februar, steigen – und zwar unter der Bezeichnung Eschinger Narredag.

Ursprünglichen Pläne der Narren platzen

Mit einem abwechslungsreich gestalteten Kalender starteten die Rebberg-Hexen ins Jahr 2022. Die Bilder sind Resultat eines Malwettbewerbs unter den Junghexen nach der ausgefallenen Fasnet im vergangenen Jahr. Erfolgreich haben die Hexen auch ihren ersten eigenen Wein gekeltert, die Rebberg-Auslese. Alle hatten sich auf den ersten Hexenball in der neuen Grüninger Haselbuckhalle gefreut, Pläne geschmiedet.

Premiere: Die Rebberg-Hexen – hier Angelika und Johann Weber – präsentieren im Hexenhiisli ihren ersten selbstgemachten ...
Premiere: Die Rebberg-Hexen – hier Angelika und Johann Weber – präsentieren im Hexenhiisli ihren ersten selbstgemachten Wein. 33 Flaschen kommen bei der Lese auf dem Rebberg zusammen. Grüninger Wein hat übrigens Tradition seit 800 Jahren. | Bild: Lutz Rademacher

Das findet 2022 in Grüningen statt

Doch Anfang des Jahres war klar, dass dieser nicht stattfinden wird. Es wird eine Fasnet geben, aber aus Vernunft in kleinem Rahmen.

  • Donnerstag: Die Übernahme der Ortgewalt ist um 15 Uhr. Um 15.45 Uhr wird der Narrenbaum gestellt.
  • Samstag: Ein geimpftes und getestetes Team geht von Haus zu Haus, um Narrenblatt und Lose zu verkaufen. Neben der Straßen-Fasnet gibt es eine Schnitzeljagd für Kids. Der Fasnethock um 17 Uhr im Hexenstadel ist begrenzt und muss frühzeitig reserviert werden.
  • Montag: Eine Fackelwanderung zum FC-Vereinsheim steht auf dem Programm.
  • Aschermittwoch: Den Abschluss bildet die Hexenverbrennung um 19 Uhr.

„Wir haben ein Programm und ich glaube, das wird auch gut“, bemerkt der Vorsitzende Stefan Storm. Vor allem die Jungen hätten echt Lust darauf. Dieses Jahr findet das Meiste im Freien statt. Ob im kommenden Jahr noch irgendjemand Einschränkungen oder Vorschriften akzeptieren wird, bezweifelt Stephan Storm, das gelte für alle Vereine.

So aktiv sind die Pfohrener Narren

Bei sämtlichen Veranstaltungen in Pfohren gilt die 2G+ Regel, Geboosterte benötigen somit keinen Schnelltest.

  • Schmutzige Dunstig: Um 13.30 Uhr ist Narrenbaum stellen am Rathaus; um 17 Uhr heißt es „Rock mobbt Hose“ am Clubheim des FC Pfohren (Sprech- und Gesangsbeiträge sind gewünscht und können kurzfristig am Abend angemeldet werden).
  • Samstag: Beim Kinder- und Altennachmittag ab 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen; auf dem Festhallenvorplatz ist anschließend Party mit einem kleinem Narrendorf.
  • Sonntag: Verschiedene Teams übernehmen die Prämierung der Narrenbaumaktion.
  • Montag: Närrisches Treiben findet in den Besenwirtschaften statt.

So feiert Wolterdingen Fasnet

Nach einem Jahr Pause möchte der Narrenverein Immerfroh zumindest etwas Fasnet im Dorf machen.

  • Schmutzige Donnerstag: In aller Herrgottsfrühe Wecken durch den Fanfarenzug und einer Gruppe der heimischen Musikkapelle; gegen 9 Uhr wird im Rathaus die Ortsvorsteherin entmachtet, anschließend die Schule und der Kindergarten befreit, wo die Kinder aber hinter den den Fenstern bleiben. Ab 12 Uhr wird auf dem Festhallenvorplatz ein lustiger Mittag vor allem für die Kinder geboten. Für das leibliche Wohl ist laut Ankündigung gesorgt. Es gelten 2G-Regel und Maskenpflicht – beides werde kontrolliert.
  • Fasnetsonntag: Ab 14 Uhr trifft sich der Narrenverein Immerfroh in der Mehrzweckhalle, es werden auch langjährige Mitglieder geehrt.
  • Aschermittwoch: Ab 19.30 Uhr ist Hexenverbrennung hinter dem Feuerwehrgerätehaus

Bei allen Aktionen werden die Corona-Regeln eingehalten.

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