Der vermeintlich einsame Lautsprecher in der Karlstraße war kein verfrühter Aprilscherz. Im Gegenteil: Bei einer musikalischen Aktion am Montag, 19. Oktober, handelte es sich um Tonproben im Rahmen der Musiktage, die kommendes Jahr den 100. Geburtstag feiern. Die Kulturveranstaltung und die Donau sind Wahrzeichen, die unmittelbar mit Donaueschingen verbunden sind. Nun soll eine Klanginstallation diese Komponenten miteinander verbinden. Sie soll während der Musiktage am 26. Oktober 2021 unter dem Arbeitstitel „Donauwelle“ gezeigt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Ziel des Projektes ist eine Komposition aus Geräuschen des Flusses und dem Leben der Stadt, sagt Komponist Daniel Ott. Schiffssirenen, Wassergeplätscher, Tiergeräusche und brausende Wellen: das alles sind Klänge des internationalen Flussverlaufs, erzählt Regisseur Enrico Stolzenburg. Das Motto lautet ihm zufolge: „Das Rauschen soll ins Stadtzentrum gebracht werden.“

Ein Stück Heimat, das via Musik transportiert wird

Deshalb wurde in der Donaueschinger Innenstadt Tonmaterial der Donau getestet, ergänzt Ott. Für die Musiktage werden dann Bläserensembles und Solisten dazu ein komponiertes Stück aus Signalen, Akkorden und Klangflächen spielen, führt der Komponist aus. Besonders sei außerdem, dass alle spielenden Musiker aus Donaustaaten kommen, betont Stolzenberg. Insbesondere die heimischen Musiker und Kapellen seien schon jetzt angetan, ergänzt er.

Die Musiker seien das Verbindungsglied, um auch die Geräusche des Alltags einzugliedern: „Das trägt zum Klangerlebnis bei“, betont Daniel Ott. Zudem sollen die verschiedenen Plätze – wie die Donauquelle und unzählige Fenster rund um die Karlstraße – den Flussverlauf der Donau repräsentieren. Richtung Rathaus – stromaufwärts – würde dann das dortige Geschehen in einem Finale enden, erzählt der Regisseur. „Das Projekt soll einerseits die Vielfalt, aber gleichzeitig auch die Verbundenheit der Donauregionen widerspiegeln.“ Musik verbinde Menschen, Natur, Leben und nicht zuletzt die Stadt Donaueschingen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €