In Donaueschingen geht am Freitag, 30. September, eine Ära zu Ende. Nach rund 43 Jahren ziehen sich Michael Ernst und seine Ehefrau Elvira aus dem Apothekengeschäft zurück. Seit Freitag haben die Sonnen- und Rathaus-Apotheke neue Eigentümer.

Auftakt in der Wasserstraße

Gestartet ist Michael Ernst 1989 mit der Sonnenapotheke, damals noch in der Wasserstraße. 2012 ging es dann in die Bahnhofstraße, in der Übergangszeit liefen beide Betriebe parallel. In 2015 wurde dann expandiert und man übernahm auch noch die Rathaus-Apotheke. 38 Mitarbeiter sind im Vorder- und Hintergrund der beiden Apotheken beschäftigt, zwischenzeitlich wechselte auch Ehefrau Elvira in die Betriebe, sie war viele Jahre im Villinger Goldenbühl-Krankenhaus beschäftigt.

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„Es hat uns die ganzen Jahre viel Spaß gemacht, sonst hätten wir das Geschäft wohl kaum so lange betrieben“, resümiert der Apotheker. „Selbst in Corona-Zeiten oder den jüngsten Medikamenten-Lieferengpässen: Wir hatten nie Grund zum Klagen. Es ist noch keiner zu Schaden gekommen, auch wenn es dann auch schon mal ein Alternativmedikament richten musste“, sagt Michael Ernst.

Neue Projekte

Dennoch verfallen beide nun nicht in das Rentnerdasein, wie Ernst betont: „Vielmehr haben wir neue Projekte und Ziele auf dem Plan. Zunächst stehen wir jedoch den beiden neuen Eigentümern Gewehr bei Fuß, falls sie Unterstützung, Rat oder Tat benötigen.“

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So viel sei jedoch verraten: Sie bleiben der Geschäftswelt erhalten, allerdings abseits vom Apothekengeschäft. Aber die Kunden brauchen sich keine Sorgen machen, es sei ein nahtloser Übergang der Sonnen- und Rathausapotheke gewährleistet. Seit drei Monaten sind die zukünftigen neuen Eigentümer Natalie und Christian Milbrandt schon in den beiden Betrieben, um sich dementsprechend einarbeiten zu lassen.

In größere Stadt

Während Natalie Milbrandt seit 2009 bereits als Apothekerin tätig ist, kann ihr Ehemann Christian schon auf über 20 Jahre Erfahrung als Apotheker zurückblicken. Beide waren jeweils Inhaber einer eigenen Apotheke im südbadischen Raum, die Herausforderung, in einer größeren Stadt zu arbeiten, lockte sie nach Donaueschingen.