Ein Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus am Kreidenweg hat unter den Aasener Ortschaftsräten deutlichen Unmut ausgelöst. Allerdings gibt es aufgrund der Gesetzeslage nur wenig Einfluss auf die vorgelegte Bauplanung.

Dreigeschossig mit Flachdach

Die Firma Proimmobilien aus Villingen-Schwenningen hat die etwa 2.200 Quadratmeter große Wiese im Dorfkern von Privat erworben und plant einen dreigeschossigen Neubau unter geneigtem Flachdach mit sieben Wohneinheiten, die als Eigentumswohnungen vermarktet werden sollen.

Ein Stein des Anstoßes war für mehrere Ortschaftsräte der „städtische Wohnbaustil„, wie Michael Hepting formulierte. Das störe den Dorfcharakter und das Dorfbild und werde Aasen langfristig „zu einer langweiligen Wohnsiedlung“ verändern.

Zu wenig Platz für Parkplätze

Ortschaftsrat Karl Happle sprach zudem die beiden Aldi-Geschoßbauten an der Hegistraße mit 27 Wohneinheiten an. Da habe man „schon beide Augen zugedrückt“.

Darüber hinaus wurden weitere Argumente ins Feld geführt: Zu wenig Platz für die etwa elf erforderlichen Parkplätze auf dem Baugelände – und an der ohnehin zu engen Kreidenwegkurve ohne Gehwege in diesem Bereich ist hier auch Parken an der Straße nicht möglich. Ortsvorsteher Horst Hall regte schließlich an, auch die Ausrichtung des Oberschosses noch einmal anzusehen.

Kaum rechtliche Möglichkeiten

Abgesehen von den zu lösenden Parkproblemen sieht Stadtplaner Alexander Kuches kaum rechtliche Möglichkeiten, von Seiten der Stadt wesentliche Veränderungen der Bauplanung durchzusetzen. Schließlich gibt es für die Dorfmitte keinen Bebauungsplan und die zu beachtenden Kriterien seien in vielen Punkten eingehalten worden.

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Architekt Thomas Kistenfeger von Proimmobilien, der den Bauplan im Ortschaftsrat erläuterte, wies zudem darauf hin, dass man die Anzahl der vorgesehenen Wohnungen schon von acht auf sieben reduziert habe. Abschließend sagte er zu, die angesprochenen Aspekte zu überdenken und die Planung dann noch einmal im Ortschaftsrat vorzulegen.

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