Mit Überraschungen im Untergrund sind die gegenwärtigen Tiefbauarbeiten in der großflächigen Straßenbaustelle in der Innenstadt verbunden. Denn kämen die Arbeiten in der Karlstraße gut voran und lägen auch im Zeitplan, sagte Stadtsprecherin Beatrix Grüninger auf SÜDKURIER-Anfrage. Damit könne der Fertigstellungstermin bis Juni wohl beibehalten werden.

Giuseppe Ferrara setzt auf der Karlstraße das Pflaster.
Giuseppe Ferrara setzt auf der Karlstraße das Pflaster. | Bild: Wursthorn, Jens

Zwischenzeitlich werde das Pflaster auf Höhe der Hof-Apotheke wiederhergestellt. Zuvor seien die neue Wasserleitung verlegt und der größte Teil der Hausanschlüsse erneuert worden. Im Bereich Karlstraße/ Ecke Schulstraße wurde zudem ein Leerrohr verlegt. Es soll das Glasfaserkabel aufnehmen, das einen weiteren Zugangspunkt an der Pergola beim Platz am Hanselbrunnen anbinden soll. Bereits wieder eingebaut ist die Asphalttragschicht an der Kreuzung Werderstraße. Dieser Bereich ist momentan für den Verkehr freigegeben, wird aber ab Montag wieder für den Einbau des Deckenbelags gesperrt.

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Keinen zeitlichen Verzug der Gesamtmaßnahme bedeuteten zusätzliche und unverhoffte Arbeitsschritte. So wurden, als in der Karlstraße die Wasserleitung verlegt wurde, in mehreren Fällen alte und nicht verzeichnete Leitungen, Betonbauwerke und Fundamente freigelegt. Die wurden dann jeweils recht aufwendig entfernt oder freigelegt und umfahren. „Dies kommt aber auf vielen Baustellen vor“, relativierte Grüninger.

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Bei der Erneuerung des letzten Hausanschlusses musste die Wasserleitung jedoch deutlich tiefer gelegt werden als sonst üblich, da ein altes Betonbauwerk, das vermutlich als Kabelschacht diente, und drei alte Gussleitungen – möglicherweise sehr alte Wasser- oder Gasleitungen – gekreuzt werden mussten. Alle befanden sich ziemlich genau in der üblichen Verlegetiefe der Wasserleitung.

Bei der Einmündung Schulstraße/Karlstraße arbeitet ein Bagger.
Bei der Einmündung Schulstraße/Karlstraße arbeitet ein Bagger. | Bild: Wursthorn, Jens

Der zusätzliche Aufwand führte dazu, dass der Gehweg kurzfristig gesperrt werden musste. Zudem wurden in einem Teil des Baugrabens mit Teer belastete Bruchstücke einer alten Fahrbahn entdeckt, die sachgerecht entsorgt werden mussten. „Diese zusätzlichen Arbeitsschritte haben die Bauarbeiten gesamtheitlich betrachtet jedoch nicht zeitlich zurückgeworfen“, sagte Grüninger.

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Die seit Mitte März laufende Baumaßnahme und die damit verbundene erschwerte Verkehrssituation werde von Gewerbetreibenden, Anwohnern, Passanten und motorisierten Verkehrsteilnehmern geduldig akzeptiert. Auch in den vergangenen Wochen seien bei der Stadt keine Beschwerden eingegangen, so die Stadtsprecherin.