Sie war verantwortlich für die Bücherschätze, die in seltener Vollständigkeit das regionalgeschichtliche Erbe der Baar repräsentierten. Sie war dort die Anlaufstelle für ein wissenschaftlich interessiertes Publikum und bot manchem Forscher in ihren Diensträumen ein ungestörtes Arbeitsambiente. Zugleich kümmerte sie sich um Bücherwünsche, die über die eigenen Bestände hinausgingen, denn sie organisierte vor Ort den Leihverkehr mit den Universitätsbibliotheken des Südwestens.

Ein respektvolles „Fräulein“

Laut der Pressemitteilung wurde sie nach altem Brauch, aber durchaus mit Respekt, noch häufig „Fräulein“ Sattler genannt. Hildegret Sattler habe das aber nicht als abwertend empfunden. Sie sei immer zur Stelle gewesen, absolute Verlässlichkeit habe sich bei ihr einerseits mit einer gewissen trockenen Schwarzwälder Direktheit und andererseits mit ausgesprochener Herzlichkeit verbunden.

Einsatz für Geschichtsverein

Dem „Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar“ stand sie unter anderem mehr als ein halbes Jahrhundert lang als Schriftführerin zur Verfügung und leistete unzählige kleine und größere Dienste. Ohne ihren persönlichen Einsatz sei kaum eine Jahresexkursion und kaum eine Vorstandssitzung denkbar gewesen. Hierfür sei sie zum Ehrenmitglied ernannt worden.