Wer sein Kind in den vergangenen Wochen nicht in die Kindertagesstätte gebracht hat, der muss auch die Gebühren nicht bezahlen. Anders sieht es allerdings für die Notbetreuung aus. Wer diese genutzt hat, muss sie auch bezahlen.

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Das hätte die SPD durchaus auch gerne anders gesehen. „Bildung sollte kostenlos sein“, sagte SPD-Stadtrat Jens Reinbolz und beantragte, dass auch die Kosten für die Notbetreuung den Eltern erlassen werden. Und sollte das nichts mehrheitsfähig sein, so beantrage die SPD gleich noch, dass die Notbetreuung nur für die Tage abgerechnet werden soll, in denen sie auch genutzt wurde und die Eltern somit nicht den kompletten Monatsbeitrag für die Einrichtung bezahlen müssen.

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„Jetzt haben wir hier schon eventuelle Anträge“, kommentierte OB Erik Pauly das Ansinnen und warf einen Blick hinter sich. Dort saß nämlich Hubert Romer,
Amtsleiter Bildung und Soziales, mit einem weniger begeisterten Gesichtsausdruck. Er müsste sich nämlich um die tagesgenaue Abrechnung kümmern. „Ich hoffe, ich kann Herrn Romer noch im Zaum halten. Das wäre nämlich schon ein enormer Verwaltungsaufwand.“ Ähnlich sieht das auch Romer: „Tageweise abrechnen wäre der Wahnsinn und das dann auch noch rückwirkend“, sagt der Amtsleiter. Und hinzu komme auch, dass jeder, der sein Kind für die Notbetreuung angemeldet hatte, es auch bringen durfte. Es habe keinen Unterschied zu Nicht-Corona-Zeiten gegeben. „Aber sie haben natürlich alle recht, das ist ja klar“, schließt Romer und erntet dafür ein Lachen.

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Grünen-Chef Michael Blaurock stellt sich ganz andere Fragen: Darf der Gemeinderat schon wieder über das Thema abstimmen? Schließlich ist es noch nicht lange her, als genau der gleiche Punkt diskutiert worden ist und über das gleiche Thema darf ein Gemeinderat nicht noch einmal innerhalb der folgenden sechs Monate entscheiden. Aber da es am 28. Juli 2020 war, geht es. Gebracht hat die Abstimmung allerdings nichts. Denn die Mehrheit sprach sich gegen beide SPD-Anträge aus.