Spätestens mit den jüngsten und vielerorts heftigen Schneefällen hat der Winter so richtig Einzug gehalten. „Was für ein schöner Winter“, sagt Franz Oschwald, Schriftführer der Donaueschinger Eisstockschützen. Nur, um dann aber anzuschließen: „Wie toll wäre es gewesen, die Eiswiese benutzen zu können.“

Öffnung kann nicht erfolgen

Denn die Pandemie-Einschränkungen treffen die Wiese genauso wie viele andere lieb gewonnene Dinge. „Sie darf nicht freigegeben werden, wegen Corona„, sagt Oschwald. Und aus dem Rathaus heißt es: „Die für die Eiswiese zuständigen Stellen der Stadtverwaltung und die Eisstockschützen waren sich einig, dass eine Öffnung aufgrund der geltenden Corona-Verordnung nicht erfolgen kann.“

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Über 100 Stunden sind Oschwald zufolge für die Vorbereitung aufgewendet worden. Obwohl dieses Mal alle Arbeiten umsonst scheinen, sei die „sehr bedauerliche“ Entscheidung im Sinne des Eisstockschützenvereins, welcher mit der Pflege der Wiese von der Stadt beauftragt ist: „Der Zutritt ist mindestens den ganzen Januar verboten. Wir haben festgestellt, dass immer mal wieder Leute auf der Wiese sind, die nicht corona-konform reagieren“, sagt Oschwald. Er appelliert daran, sich an die Vorgaben aus der Corona-Verordnung zu halten, damit möglichst bald wieder Normalität einkehren könne.

Eine Resthoffnung, dass die Eiswiese doch noch für eine Zeit geöffnet werden kann, hegen indes sowohl Oschwald als auch die Stadtverwaltung. „Eine Hoffnung besteht immer. Leider ist jedoch nicht absehbar, wie sich die Wetterlage und das sehr besorgniserregende Infektionsgeschehen im Land entwickelt“, teilt Rathaussprecherin Beatrix Grüninger mit. Stadt und Eisstockschützen betrachten die Eiswiese ihr zufolge als Sportstätte im Freien.

Abstandhalten scheint kaum möglich

Zwar sei ein solcher Betrieb von Sportstätten im Freien für den Freizeit- und Amateurindividualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig – soweit es sich um weitläufige Außenanlagen handle und keine Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen erfolge. „Grundlage hierfür ist aber, dass die allgemeinen Abstandsregeln eingehalten werden können“, sagt Grüninger darüber hinaus.

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Bei den Öffnungen in den früheren Jahren sei stets ein starker Ansturm auf die Eiswiese festgestellt worden. „Dieses Jahr ist zusätzlich zu beachten, dass unter anderem die Schwenninger Eissporthalle geschlossen ist und mit einem noch größeren Ansturm zu rechnen wäre“, so die Sprecherin. „Die Einhaltung der Abstandsregeln könnte nicht erfolgen. Deshalb wurde nach Absprache beschlossen, die Eiswiese gesperrt zu lassen.“ Eine Alternative, wo Sport mit Abstand möglich ist, ist laut Franz Oschwald „das boomende Langlaufen“.