Langlaufen, Skifahren oder ein ausgiebiger Spaziergang durch die schneebedeckte Winterlandschaft: diese Freizeit-Beschäftigungen sind während der kalten Jahreszeit beliebt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist nicht alles möglich – manche Aktivitäten müssen gar gänzlich ausfallen, anderen wiederum kann mit Einschränkungen nachgegangen werden. Der SÜDKURIER bietet einen Überblick:

Wolterdingen

Die Loipe im Bregtal oberhalb von Wolterdingen ist in Betrieb. Laut Loipenwart Hubert Mauz wurde sie mit dem großen Spurgerät präpariert. Die Wetterlage verspricht aktuell noch stabiles, kaltes Winterwetter, sodass gute Bedingungen herrschen dürften.

Die Spur ist gezogen, die Bregtalloipe ist betriebsbereit. Das Bild zeigt den Blick vom Hochwasserdamm auf die Strecke.
Die Spur ist gezogen, die Bregtalloipe ist betriebsbereit. Das Bild zeigt den Blick vom Hochwasserdamm auf die Strecke. | Bild: Picasa

Zum ersten Mal wurde in den Auenwiesen im Zindelstein eine großzügige Skatingspur mit einer rund 2,5 Kilometer langen Rundloipe angelegt. Außerdem wurden am Hochwasserdamm die Schlittentrassen im Osten und Westen gewalzt. Nacharbeiten möchte Mauz, sobald es weitere Schneefälle gibt, zwischen Damm und Badmühltal. Wer mit dem Auto kommt, sollte im Zindelstein beginnen, dort gebe es einen Wanderparkplatz, empfiehlt Mauz.

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„Der Bregtäler konnte durch die zehn Zentimter Neuschnee nun überarbeitet werden, sodass in den ersten 500 Metern befahrbare Verhältnisse, in den nächsten 500 Metern gute, und ab Kilometer eins sehr gute Verhältnisse herrschen“, berichtet Hubert Mauz. Ihm zufolge seien die Verhältnisse ab Zindelstein sogar optimal. „Die Auenwiesen-Skatingspur kommt sehr gut an“, sagt der Loipenbeauftragte. Aus diesem Grund habe man noch einmal den seitlichen Bewuchs zurückgeschnitten, um nun Platz für eine seitliche Skatingspur anzubieten.

„Der Appell, die peripheren und sehr ruhigen, idyllischen Loipen im Ostschwarzwald zu nutzen, ist angekommen, sollte aber erneut verbreitet werden“, sagt Mauz. Nicht nur ihm sei es wichtig, aufgrund der Corona-Pandemie das Wintersporttreiben zu entzerren.

Bräunlingen

Michael Bäuml und Sascha Fischer vom Skiclub Bräunlingen haben in ehrenamtlicher Arbeit je nach Schnee- und Wetterlage mit dem städtischen Loipenspurgerät folgende Loipen gespurt:

  • Rundloipe Bräunlingen/Döggingen mit einer Länge von circa zwölf Kilometern. Der Einstieg sowie das Parken ist am Ende der Färbergasse gegenüber des ehemaligen Cafés Waldrast auf einem öffentlichen Parkplatz möglich, berichtet das Amt für Tourismus, Kultur und Sport. Weitere Möglichkeiten gibt es demnach beim Pauliwäldle-Sportplatz, in der Frankenstraße oder beim Sportplatz in Döggingen.
Steht neben dem Loipenspurgerät: Sascha Fischer vom Skiclub Bräunlingen.
Steht neben dem Loipenspurgerät: Sascha Fischer vom Skiclub Bräunlingen. | Bild: Stadtverwaltung Bräunlingen
  • In Waldhausen gibt es eine rund vier Kilometer lange Strecke. Einstieg ist in der Färbergasse/Riedweg.
  • In Hubertshofen steht eine weitere Strecke zur Verfügung. Dort ist der Einstieg beim Waldmuseum/Tribergweg möglich.

Laut des Amts für Tourismus, Kultur und Sport verlaufen die Loipen durch landschaftlich wunderschönes und abwechslungsreiches Gelände. Wanderer, Hundebesitzer und Schlittenfahrer werden gebeten, nicht in der Spur zu gehen, sondern die geräumten Winterwanderwege zu nutzen. Um das Wild in dieser Jahreszeit zu schonen, sollten aber auch die Langläufer auf der Loipe bleiben und keine eigenen Spuren im Wald oder in Hecken- und Waldrandbereichen anlegen.

Ein Loipenplan kann auf www.sc-braeunlingen.de abgerufen werden. Die Stadt Bräunlingen und der Skiclub versuchen, über das Portal www.bergfex.de/baden-wuerttemberg/langlaufen/braeunlingen/ einzupflegen, welche Loipen gespurt sind und in welchem Zustand sie sind. Es wird darauf hingewiesen, dass die Corona-Regeln auch für den Aufenthalt im Freien gelten.

Diese Winterwanderwege stehen in Bräunlingen zur Verfügung

Wie das Amt für Tourismus, Kultur und Sport der Stadtverwaltung Bräunlingen berichtet, werden je nach Kapazität des städtischen Winterdienstes mehrere Wege geräumt und gestreut. Auf eine Salzstreuung werde aber aus Kosten- und Umweltschutzgründen auf land- und forstwirtschaftlichen unbefestigten Wegen im Außenbereich verzichtet.

  • Rund um Bräunlingen: Rundweg am Schellenberg, Buchhaldenweg in Richtung Hüfingen, Mundelfinger Weg nach Döggingen, Kleiner Rundweg auf Guldenen/Banzel, Riedweg nach Waldhausen, Am Triberg/Sommerhaldenweg sowie großer Rundweg über Hölzlehöfe nach Bruggen und über den Radweg nach Bräunlingen.
  • In den Stadtteilen: Rundweg im Oberdorf Waldhausen, Gauchachweg in Richtung Guggenmühle (Döggingen), Rundweg vorbei an der „Buche“ über den Sportplatz (Döggingen), Rundweg um den Kirnbergsee (Unterbränd).

Die Stadtverwaltung Bräunlingen weist darauf hin, dass die Benutzung der aufgeführten Wege immer auf eigene Verantwortung geschehe. Vorrang im Winterdienst haben einer Mitteilung zufolge immer die Ortsstraßen. Je nach Gefährlichkeit und Bedeutung einer Straße sei der Winterdienst in Prioritäten eingestuft. Es sei daher nicht gewährleistet, dass die Spazierwege zeitnah nach Schneefall geräumt werden.