Kleinode soll man erhalten, auch wenn der Urheber und seine Beweggründe, die er beim Erschaffen hatte, unbekannt sind. Hierbei handelt es sich um das schöne Bildstöckle an der Straßengabelung Hubertshofen-Bruggen.

Bis vor noch nicht so langer Zeit wurde das etwa eineinhalb Meter hohe und bis heute von einem Geheimnis umwobene Bildstöckle, das zum Verweilen bedauerlicherweise an einer etwas ungünstigen und gefährlichen Stelle steht, kaum von jemandem beachtet. Dort sind dem Vorbeikommenden eher die Hühner und der Ententeich, der vom Kessler-Bächler eingespeist wurde, aufgefallen.

Auf dem Bildstöckle stehen die Jahreszahl 1831 und die Buchstaben G und H – was sie bedeuten, ist unbekannt

Das hat sich jetzt, nachdem der bisherige Eigentümer Hubert Held das Grundstück verkauft hat, geändert. Denn die neue Mitbesitzerin, die seit Mai mit ihrem Ehemann und der Tochter mit Familie nebenan ein schönes Haus bewohnt, hat sich des Bildstöckles angenommen.

Für Ulrike Bank-Kramer, deren Vater Wolterdinger war, stand von Anfang an fest, dass das Bildstöckle, das die Jahreszahl 1831 und die Buchstaben G und H trägt, an seinem bisherigen Platz bleiben soll.

Und in mühevoller Arbeit ist sie nun dabei, aus Nichts ein schönes Plätzchen zu machen. Den Bildstock hat die im Einklang mit der Natur lebende Mutter von drei Kindern soweit es geht wieder hergerichtet.

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Ab dem Frühjahr bis in den Herbst soll es auf dem kleinen Gelände insektenfreundlich blühen, und auch einen Kräutergarten legt sie an. Kleine geschnitzte Holztannenbäume und eine Rehfamilie sowie ein Schutzengel aus Eisen zieren den Platz. Und auch ein kleines Bänkle, wo die 59-Jährige abends mit ihrem Ehemann öfters den Tag ausklingen lässt, steht dort.

Wenn alles fertig ist, möchte sie das Bildstöckle auch noch einweihen lassen. Und sie äußert bescheiden einen Wunsch: Wenn möglich, wäre es schön, den Verkehr aus Hubertshofen ab Ortsschild auf 30 Stundenkilometer zu bremsen, erklärt sie.

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