Der Ortschaftsrat setzt seinen Weg der Ortskernattraktivierung fort und plant das Angebot mit dem Bau von altersgerechten Wohnungen zu erweitern. Das Gremium berücksichtigte bei seinem einstimmigen Votum die prädestinierte Lage des Grundstücks an der Wiesenstraße 3, welches die Stadt unlängst erworben hatte. Das Projekt integriert sich hervorragend in das Flächenmanagement der Verwaltung, die sich seit Jahren für die Belebung von Brachflächen und Leerständen im Ortskern stark macht.

Tamara Fricker, Ortschaftsrätin: „Wir sollten das Thema unbedingt weiterverfolgen.“
Tamara Fricker, Ortschaftsrätin: „Wir sollten das Thema unbedingt weiterverfolgen.“ | Bild: Roland Sigwart

Im Falle einer Verwirklichung hofft Ortsvorsteher Gerhard Feucht, dass das Projekt einen positiven Prozess initiiert der aufzeigt, welches Potenzial sich auf leer stehenden Grundstücken im Ortskern verbirgt. Mehrere Gespräche mit Menschen der älteren Generation hätten ihn darin bestärkt, das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat weiter zu verfolgen. „Auf Grund der demografischen Entwicklung kann es für jeden Ort nur hilfreich sein, wenn er altersgerechtes Wohnen in seinem Angebot hat“, ergänzte Feucht.

Räte unternehmen Info-Tour nach Nagold

Der Ortschaftsrat hatte er im Vorfeld ein bereits realisiertes Projekt in Nagold besichtigt und kehrte von der Tour mit reichlich positiven Erkenntnissen wieder zurück. Das altersgerechte Wohnen setzt voraus, dass neben konventionell bewohnbarem Wohnraum möglichst viele Wohnungen altersgerecht eingerichtet sind. Relativ schnell kristallisierte sich für den Ortschaftsrat heraus, die Oberaufsicht und Leitung des altersgerechten Wohnens einem Vor-Ort-Träger zu übertragen. Die Idee, das Projekt auf Vereinsbasis über Spenden und Investoren zu finanzieren, verwarfen die Ortschaftsräte, da dieses Modell mit reichlich Zusatzarbeit für die Bewohner verbunden ist.

Gerhard Feucht, Ortsvorsteher: „Es gibt einen größeren Bedarf als wir annehmen.“
Gerhard Feucht, Ortsvorsteher: „Es gibt einen größeren Bedarf als wir annehmen.“ | Bild: unbekannt

Mit einem Vor-Ort Träger ließe sich das altersgerechte Wohnen ideal umsetzen. Alternativ könnten die Bewohner zwischen der Tages-, Nacht- und 24 Stunden Betreuung bis hin zur kompletten Pflege alle Modelle entsprechend ihrem Bedarf wählen. Ein professionelles Gesamtkonzept bietet zudem den Vorteil, dass die Sicherheitseinrichtungen vom ersten Tag an dem modernsten Stand entsprechen.

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„Es gibt einen größeren Bedarf als wir annehmen“, bemerkte Ortsvorsteher Gerhard Feucht der bereits mit mehreren potenziellenFeucht der bereits mit mehreren Interessenten ins Gespräch kam. In den großen Bauernhäusern im Ortskern wohnen vielfach nur ein bis zwei ältere Personen, weshalb der Unterhalt und die Vereinsamung nicht zu unterschätzen sind.

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„Wir sollten das Thema unbedingt weiterverfolgen, da es auch eines der Themen in der ersten Pfohrener Zukunftswerkstatt gewesen ist. Wir verbauen uns damit nichts“, ergänzte die stellvertretende Ortsvorsteherin Tamara Fricker.

Ratskollege Siegfried Wolf sprach vom einzigen städtischen Grundstück, welches sich, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule gelegen, für das altersgerechte Wohnen eignet.

Der Ortsvorsteher beauftragt nun die Stadtverwaltung, die altersgerechte Bebauung des Grundstücks a der Wiesenstraße 3 zu initiieren und bei einem Bauträger oder Investor einen Konzeptentwurf in Auftrag zu geben. Ziel ist es die Planung und Umsetzung im Jahr 2021 zu realisieren.

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