Bei der Bruderhaus-Diakonie in Donaueschingen herrscht schon fast wieder Vollbetrieb. „Die neueste Corona-Verordnung für Werkstätten erlaubt uns, die Auslastung der Werkstätten wieder anzustreben“, äußert sich Iris Wößner, Fachbereichsleiterin Arbeit und berufliche Bildung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, in einer entsprechenden Mitteilung. „Wir nutzen für die Produktion zwischenzeitlich alle räumlichen Reserven, die eine Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gewährleisten.“ Nur ganz wenige Beschäftigte würden bis auf Weiteres ihrem Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen fern bleiben.

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„Wir haben nach wie vor viele Aufträge von unseren Industriekunden“, sagt Patrick Fischer, Teamleiter Sozialpsychiatrie in der Werkstatt Donaueschingen. Um die Nachfrage zu bedienen, und den Betrieb auch in den vergangenen Wochen aufrechtzuerhalten, seien zeitweilig sogar Mitarbeiter aus der Gastronomie eingesprungen. Das bestehende Hygienekonzept sei an die Corona-Bedingungen angepasst und umgesetzt worden. Dieses werde seither streng eingehalten.

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Nachdem die Werkstatt für Menschen mit Behinderung auf Notbetrieb umgestellt hatte, ermöglichten die Teams aus Werkstätten und Wohnbereichen 70 Menschen mit Handicap rasch und flexibel Arbeit und Beschäftigung in den Wohnbereichen.
Denn Menschen mit psychischer Erkrankung sind auf eine verlässliche Tagesstruktur angewiesen. „Wir haben einen Besprechungsraum umfunktioniert und dort Arbeitsplätze eingerichtet“, erzählt Bianka Niebann, Teamleiterin im stationären Wohnen. Von Werkstattmitarbeitern betreut und angeleitet, montierten Klienten in Heimarbeit zum Beispiel Schubladendämpfer.

Die Verlegung von Arbeitsplätzen in Räume des stationären Wohnens habe wechselseitige Einblicke und mehr Verständnis füreinander geschaffen, betont Silke Kersting, Bereichsleiterin Sozialpsychiatrie. Die Krise habe laut Kersting, „den Zusammenhalt in der Region gestärkt“.