Corona sorgt für mehr Wohnmobilisten. Man ist flexibel, mobil und doch schläft man quasi in den eigenen vier Wänden. Ein Trend, den CDU-Fraktionssprecher Marcus Greiner auf keinen Fall verschlafen möchte. „Wir müssen im Frühjahr unbedingt etwas an unserem Wohnmobilstellplatz machen.“ Beispielsweise auf der Gerbewiese. Eile sei geboten, denn er rechnet damit, dass im kommenden Jahr viele nach geeigneten Wohnmobilstellplätzen suchen. „Wenn wir erst in zwei Jahren etwas machen, dann sind die schon wieder irgendwo anders unterwegs, weil sie ganz Deutschland gesehen haben.“

„Wir sind schon länger an dem Thema dran.“
Andreas Haller, Tourismuschef

Mit dem Vorschlag erntet Greiner auch Zustimmung vom FDP/FW-Fraktionssprecher Rainer Hall. Beim Blick nach Bad Dürrheim kann er berichten, wie groß die Nachfrage ist und weiß gleichzeitig auch: „Und Donaueschingen ist genauso schön und noch viel schöner.“ Kurzfristig müsse man handeln und sich in dem Bereich für das kommende Frühjahr gut aufstellen. „Wir sind schon länger an dem Thema dran“, sagt Tourismuschef Andreas Haller. Allerdings gebe es ein Platzproblem. „Der Platz, wo der Wohnmobilstellplatz ist, ist eigentlich ideal“, erklärt er. Doch eine Erweiterung sei dort im großen Stil nicht möglich, wenn dann könnte man höchsten um 50 Prozent vergrößern.

„Ich kann nicht erkennen, dass sie die Donaueschinger Gastronomie ins Schwitzen bringen, wenn ich sehe, wie die ihre Dosen aus dem Aldi auspacken und verzehren.“
Franz Wild, GUB-Stadtrat

Doch nicht alle sind euphorisch, wenn es um Wohnmobilisten geht. GUB-Stadtrat Franz Wild beispielsweise möchte das Thema genauer beleuchten und auch wissen, wie genau die Stadt von ihnen profitiert. Ob die Wohnmobilisten beispielsweise „brav“ ihre Kurtaxe zahlen würden. Auch sonst würde sich der Gewinn für die Stadt seiner Meinung nach in Grenzen halten: „Ich kann nicht erkennen, dass sie die Donaueschinger Gastronomie ins Schwitzen bringen, wenn ich sehe, wie die ihre Dosen aus dem Aldi auspacken und verzehren.“ Und SPD-Fraktionschef Gottfried Vetter sieht ein grundsätzliches Problem: „Es kann nicht sein, dass es alles zum Nulltarif gibt. Wir investieren und bekommen nichts zurück.“

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