Der Donaueschinger Ortsteil Aasen wächst in beeindruckendem Tempo. Mit erschlossenen und absehbar anstehenden Neubaugebieten oberhalb der Grube und hinter der Pfarrkirche werden weitere junge Familien dort ihre Häuser bauen und Kindergartenplätze brauchen. Die katholische Pfarrgemeinde ist Träger der Aasener Kindertagesstätte St. Bernhard und plant noch für 2021 den Ausbau der Einrichtung.

„Alle derzeit 74 Kitaplätze sind bis Sommer 2021 belegt“, beschreibt die Leiterin Julia Doser die Situation. Derzeit werden 59 Kinder aus Aasen und Heidenhofen in vier Gruppen an der Käppelestraße betreut. Dabei sind die Raumverhältnisse für das umfangreiche Betreuungsangebot für U3- und Gruppen mit über dreijährigen Kindern sehr beschränkt. So müssen die U3-Kinder im Nachbarhaus, im katholischen Jugendheim, versorgt werden. Das gemeinsame Mittagessen wird in zwei Gruppenräumen eingenommen.

Stadt sagt finanzielle Unterstützung zu

Das Gemeindeteam der St. Blasius-Pfarrei und der Pfarrgemeinderat arbeiten darum schon seit geraumer Zeit an Ausbauplänen. Aktuell liegen diese Pläne beim Architekturbüro Rebholz in Bad Dürrheim. Über die Gestehungskosten gibt auch die kirchliche Verrechnungsstelle noch keine Auskünfte.

Die Kita ist eine der wichtigen In­frastruktureinrichtungen im Ort. Die Stadt Donaueschingen, so Sozialamtsleiter Hubert Romer, habe die übliche Baukostenbeteiligung bereits zugesagt: 90 Prozent für den U3-Bereich und 70 Prozent für den Bereich der über Dreijährigen.

Stückweise fallen die Äste der großen Tanne, die dem Ausbau der Aasener Kindertagesstätte weichen muss.
Stückweise fallen die Äste der großen Tanne, die dem Ausbau der Aasener Kindertagesstätte weichen muss. | Bild: Elisabeth Winkelmann-Klingsporn

Vorgesehen ist ein länglicher Anbau an der Nordostgrenze des Kindergartengeländes. Vom Parkplatz kann das Essen direkt in den Speiseraum angeliefert werden. Daran schließen sich weitere Gruppen- und Funktionsräume an. Weichen muss für den Anbau die seit Jahren nicht mehr genutzte Liegehalle, aber auch eine etwa 50 Jahre alte Tanne, die zum schönen großen Spielgarten der Kinder gehört. Die Erzieherinnen haben die Jungen und Mädchen in ihren Gruppen sorgfältig auf diese Veränderung vorbereitet, denn: Man hänge an einem Baum, unter dem man so lange gespielt habe.

Inzwischen hat eine Firma an einem Samstagvormittag die etwa zehn Meter hohe Tanne professionell gefällt, entastet, stückweise abgesägt, die Zweige an Ort und Stelle geschreddert und das Stückholz abgefahren.

Eine Tafel im Aasener Kindergarten erinnert an das Stifterpaar Nikolaus Romer.
Eine Tafel im Aasener Kindergarten erinnert an das Stifterpaar Nikolaus Romer. | Bild: Elisabeth Winkelmann-Klingsporn

Jetzt muss nur noch die alte Liegehalle abgebaut werden und dann kann, sobald die Baugenehmigung vorliegt, mit dem Anbau begonnen werden. Julia Doser hofft, dass die Terminvorstellungen der Stadt bis Ende 2021 realisiert werden und das geschätzte Betreuungsangebot der Aasener Kita mit dem erweiterten Raumangebot dann noch besser umgesetzt werden kann.