Der Kirchplatz an der Pfarrkirche St. Hilarius ist das Zentrum von Heidenhofen, der kleinsten Donaueschinger Teilortschaft auf der Ostbaar. Mit der Dorfkernsanierung soll die Dorfmitte jetzt deutlich aufgewertet werden. Möglich geworden ist das mit Mitteln auf dem Fördertopf Entwicklung ländlicher Raum (ELR). Am Dienstagabend wurde das Bauprojekt mit Oberbürgermeister Erik Pauly, Pfarrer Erich Loks, Ortschafts-, Gemeinde- und Kreisräten und Heidenhofener Bürgern offiziell gestartet.

„Heidenhofen ist eines der schönsten Dörfer von Donaueschingen“, gestand Pauly in seiner Begrüßungsrede. Jetzt soll es noch schöner werden. Die vom Büro Weisshaupt ausgearbeiteten Baumaßnahmen werden dem Ortskern eine neue Prägung geben und das Zentrum von Heidenhofen zukunftsträchtig aufwerten, so der OB.

Gesamtkosten von 380.000 Euro

Im Ortschaftsrat steht das Projekt schon lange auf der Tagesordnung. Bereits Anfang 2016 gab es unter der „Perspektive Dorfentwicklung“ eine Bürgerbefragung zu Demografie und dem Zustand der privaten Häuser. 2016 kam man über einen Workshop zur Entscheidung, Maßnahmen zur Aufwertung des Kirchplatzbereichs über den ELR-Fördertopf anzugehen und das Büro Weisshaupt mit der Planung zu beauftragen. 2017 wurden die Pläne dem Ortschaftsrat und der Bürgerschaft vorgestellt und vom Gremium einstimmig beschlossen. Bereits im Folgejahr wurde die Baumaßnahme in den städtischen Haushalt aufgenommen. ELR-Fördermittel in Höhe von 95.000 Euro – bei Gesamtkosten von 380.000 Euro – wurden jedoch erst für 2020 zugesagt.

Nach der Ausschreibung konnten die Arbeiten bereits im Mai an die Firma Correale in Sigmaringen vergeben werden. Die Fertigstellung ist für Ende Oktober vorgesehen.

Die beiden Planer vom Heidenhofener Kirchplatz, Landschaftsplaner Marius Weisshaupt und Tiefbauamtsleiter Dirk Monien, unter der Info-Tafel zum Heidenhofener Kirchplatz.
Die beiden Planer vom Heidenhofener Kirchplatz, Landschaftsplaner Marius Weisshaupt und Tiefbauamtsleiter Dirk Monien, unter der Info-Tafel zum Heidenhofener Kirchplatz. | Bild: Winkelmann-Klingsporn, Elisabeth

Was in den nächsten vier Monaten in der Dorfmitte alles gebaut und umgebaut werden wird, beschrieb Planer Marius Weisshaupt: Mit der Maueröffnung am Kirchplatz wird die 300 Jahre alte Linde freigestellt, von der Kreuzstraße ein barrierefreier Zugang zur Pfarrkirche eingerichtet, die Zugangsbereiche von der Kreuz-, Rathaus- und Vogtstraße verengt und begrünt, im Bereich der Pfarrkirche Pflasterbereiche angelegt. Damit wird eine wunderschöne Blickachse vom Backhiesli auf die Dorfmitte mit der altehrwürdigen Pfarrkirche eröffnet.

Dass das Gesamtprojekt so ausgestaltet werden kann, dazu haben auch zwei Anlieger wesentlich beigetragen, erläuterte Ortsvorsteher Reinhard Merkle. Der Landwirt Karl Müller stellte ein Stück Privatgelände für die Verbreiterung des Gehweges an der Vogtstraße zur Verfügung und die Brüder Andreas und Thomas Höfler ein Stück ihrer Hoffläche. Zudem gestalten sie den Hofbereich der ehemaligen Restauration Höfler neu.

Auch Sanierung der Kreisstraße 5701

Baulich ist in Heidenhofen derzeit viel im Gang. Neben der Kirchplatzgestaltung werden am Alpenblick einige Neubauplätze erschlossen. Mit der Sanierung der K 5701 vom Aasener Burgring bis zum Ortsdurchfahrt Heidenhofen wurden Lehrrohre für Breitband, Netze-BW und Gasversorgung verlegt.

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